Die größten Hebel bei der Usabilityoptimierung für Shops

Besonders für einen Onlineshop ist Usability ein Erfolgsfaktor. Hier Fehler zu machen führt zu weniger Umsatz.

Ein Shop muss also nicht nur ansprechend aussehen, er muss auch die zielgruppenspezifischen Anforderungen und Usability Standards erfüllen. Das heißt er sollte möglichst schnell und leicht zu bedienen sein.
Die Usability-Optimierung sollte nicht nur ein einmaliges Konzept sein, sondern zudem eng in den Optimierungs-Workflow integriert werden. Sehen Sie sich dazu regelmäßig die Webcontrolling Daten an. Ziehen Sie Schlüsse aus den Daten und leiten Sie Optimierungsmaßnahmen daraus ab.
Vielen Shopbetreibern fällt es jedoch schwer die wichtigsten Optimierungspotenziale zu erkennen.
Deshalb hier die 10 größten Hebel bei der Usability-Optimierung eines Onlineshops.

Kundeninformationen
Ein Online Shop muss den Kunden Sicherheit bieten.
Informationen zum Thema Datenschutz sind gesetzlich nicht nur vorgeschrieben, sondern sind auch für die User Voraussetzung für das Vertrauen in einen Shop. Sie sollten also transparent preisgeben, was der Onlineshop mit den Kundendaten macht.

Zudem sollte man die sensiblen Kundendaten im Bestellprozess durch eine SSL-Verbindung verschlüsseln. Und die User auch auf diese sichere Datenübertragung hinweisen.

Weitere wichtige Kundeninformationen stellen der Versand- und Retourenprozess dar. Hier sollten Versandkosten von vornherein an den Kunden kommuniziert werden. Auch die oft sehr unterschiedlichen Retourenprozesse müssen detailliert beschrieben werden  um Abbrüche zu vermeiden.


Zertifikate
Zertifikate stellen einen relevanten Faktor zur Vertrauensbildung dar. Besonders kleinere oder noch unbekanntere Shops können davon profitieren. Denn hier sind die offenen Fragen oder Zweifel bei den Usern noch größer.


Suchfunktion
Im Internet und vor allem in Onlineshops ist es wichtig, dass die User sofort finden, wonach sie suchen. Viele User verlassen eine Seite innerhalb kürzester Zeit, wenn sie nicht sofort das Gesuchte finden. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist der Einsatz einer intelligenten Suche nötig. Neben Vertippern müssen auch ganze Kategorien und Schreibvarianten gefunden werden.

Die Suchergebnisseite sollte nur relevante Informationen enthalten und nachträglich filter- und sortierbar sein.


Navigation
Vor allem in Shops mit einem großen Sortiment ist die Navigation ein besonders relevanter Faktor. Die Kategorisierung der Produkte in Hauptgruppen und Untergruppen ist hier eine der schwierigsten Aufgaben. Die Navigation muss Zugriff zu allen Produkten und Informationen gewähren – und das verständlich für Jedermann. Sie muss neben den Usability-Standards aber zusätzlich noch die SEO-Standards erfüllen.


Kundenmeinungen
Auch Meinungen von anderen Usern, die bereits einmal im Shop eingekauft haben, helfen beim Vertrauensaufbau eines potenziellen Kunden. Denn auf Empfehlungen verlassen sich die User. Diese Bewertung kann für den Shop im Allgemeinen oder auch für einzelne Produkte erfolgen.
Bieten Sie in Ihrem Shop dementsprechend die Möglichkeit der Bewertung an. Mit Hilfe von Gutscheinverlosungen unter den Bewertungsteilnehmern kann man noch mehr User zur Abgabe einer Bewertung bewegen.


Produktlisten
Innerhalb der Produktlisten ist es wichtig, alle Produkte einer Kategorie übersichtlich und logisch darzustellen. Auch hier ist es wichtig, dass der User sofort findet wonach er sucht.

Dazu sollte der User alle nötigen Informationen zum Produkt, Bilder und Preise oder Lieferzeiten erhalten.
Auch im Nachhinein sollte die Produktliste sortier- und filterbar sein.


Warenkorb
Da alle Onlineshops den Abverkauf zum Ziel haben, ist der Warenkorb eine der wichtigsten Funktionen im Shop. Dieser muss nicht nur leicht auffindbar sondern auch einfach bedienbar, schnell und von jeder Seite des Shops zugänglich sein.
Mit Hilfe eines Buttons „In den Warenkorb“ oder „Jetzt kaufen“ wird dieser befüllt. Laut Studien wird ein Button der sich vom CI des Shops abhebt besser genutzt als ein farblich angepasster Button. Besonders die Farbe Rot (insofern sie nicht dem CI entspricht) ist effektiv.

Verlässt der User die Seite – beispielsweise um Preise zu vergleichen – und kommt dann wieder in den Shop um zu bestellen, muss sichergestellt sein, dass der Warenkorb gespeichert wird. Andernfalls ist es fraglich ob der User die bereits ausgewählten Produkte erneut zusammensucht und bestellt.


Bestellprozess
Während dem Bestellprozess muss das Sicherheitsgefühl beim User erneut gestärkt werden.  Das kann z.B. mit Hilfe von Zertifikaten oder Hilfeboxen geschehen. Die User sollten nicht zu einer Anmeldung gezwungen werden, bieten Sie deshalb Gastbestellungen an.

Der Bestellprozess sollte so übersichtlich, einfach und kurz wie möglich gehalten werden um die Absprünge zu minimieren. Verzichten Sie auf unnötige Formularfelder und Schritte. Zeigen Sie den Usern eindeutig welche Felder Pflicht sind, welche freiwillig ausgefüllt werden können.

Um den User nicht vom Ziel – der Bestellung – abzulenken, sollten Sie unnötige Elemente vermeiden und den Bestellprozess extrahieren. Dennoch sollten Sie mindestens die Möglichkeit bieten, einen Schritt zurück und zurück zum Warenkorb zu gehen.


Zahlungsmöglichkeiten
Fehler im Bereich der Zahlungsarten können schnell zu Abbrüchen führen. Schon kleine Optimierungsmaßnahmen können die Abbruchquoten erheblich reduzieren.

Laut einer Studie des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) zahlen ca. 40 Prozent der User am liebsten per Rechnung. An zweiter Stelle stehen elektronische Bezahlsysteme wie PayPal oder Click&Buy.
15 Prozent der Befragten bevorzugen die Bezahlung mit Kreditkarte. 13 Prozent bezahlen gerne per Vorkasse.
Achten Sie darauf, dass Ihr Shop die gängigsten Zahlvarianten bietet!

Generell sollten die möglichen Zahlungsarten von Beginn an, z.B. mit Hilfe bekannter Logos, an die User kommuniziert werden. Merkt der Kunde erst im Bestellprozess, dass er nicht per Rechnung bezahlen kann, wird er den Bestellprozess sehr wahrscheinlich abbrechen und nicht wieder zurückkommen.


Ladezeiten
Für einen Shop sind kurze Ladezeiten nicht nur für die positive User Experience wichtig. Auch Suchmaschinen berücksichtigen diese für die Platzierung innerhalb der organischen als auch bezahlten Suchergebnisse. Shops mit schlechten Ladezeiten werden schlechter gelistet bzw. müssen mehr pro Klick bezahlen.

Studien zufolge erwarten die User, dass ein Shop innerhalb von zwei Sekunden komplett geladen wird. Nach drei Sekunden kehren 40 Prozent der Besucher dem Shop endgültig den Rücken.

 

 

Case-Study Schuhtempel24:

Projekt:
Relaunch des Shops auf Basis eines Usability-Konzepts.

Ergebnisse:
Webcontrolling-Daten:

  • Anzahl der Seitenaufrufe pro Besuch: + 95 Prozent
  • Durchschnittliche Besuchszeit: + 63 Prozent
  • Absprungraten: – 39 Prozent

SEM-Zahlen:

  • Conversionsrate: + 28 Prozent
  • Kosten pro Conversion: – 54 Prozent

Kundenstimme:
„Um es ganz klar auf den Punkt zu bringen“, freut sich Oliver Fink, Geschäftsführer von Schuhtempel24, „seit dem ersten Tag nach dem Relaunch verzeichnete Schuhtempel24.de eine Umsatzsteigerung von 100 Prozent! Da hat sich jeder Cent an Investition gelohnt.“