Zufriedenheit der Nutzer als bedeutender Rankingfaktor

Nutzerzufriedenheit

Mehr als 200 Rankingfaktoren sind bei Google dafür verantwortlich, dass eine Website vor oder hinter einem anderen Webauftritt rankt – angefangen bei einer sauber strukturierten Seite mit keywordoptimierter Überschrift und Seitentitel über die Anzahl und Qualität der Backlinks bis hin zu Signalen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Twitter. Doch ein Faktor, der zunehmend an Wichtigkeit gewinnt, ist die Nutzerzufriedenheit mit Suchergebnissen.

Wie misst die Suchmaschine Nutzerzufriedenheit?

Doch wie misst die Suchmaschine ein subjektives Konstrukt wie Zufriedenheit? Cyrus Shepard nennt im Moz-Blog die verschiedenen Arten der Zufriedenheitsmessung bei Google:

  • Nutzerverhalten in den Suchergebnissen

Wird eine Seite oft angeklickt, erfolgt dann aber gleich wieder die Rückkehr zu den Suchresultaten, ist das ein negatives Signal an die Suchmaschine. Identifizieren Sie daher Seiten Ihres Webauftritts mit hoher Bounce-Rate und optimieren Sie Inhalte, Navigation und Usability.

  • Quality Rater

Google setzt außerdem auf die manuelle Überprüfung durch sogenannte Quality Rater, die Webseiten als nützlich oder weniger nützlich einstufen. Letztes Jahr veröffentlichte Google eine abgespeckte Version der sog. Quality Rater Guidelines.

  • Panda

Mithilfe algorithmischer Verfahren werden Webseiten, die keine gute Nutzererfahrung bieten, im Ranking herabgestuft. Wertvolle Informationen, wie man gegen die Panda-mie ankommt, beschreibt dieser Blogartikel.

Was folgt darauf für Website-Betreiber?

– Gestalten Sie Seiten, die Ihren Nutzern ein einzigartiges Nutzererlebnis bieten, so dass Sie nicht sofort wieder den Zurück-Button klicken.

– Machen Sie Seiten, die den Anforderungen von Panda gerecht werden.

– Überraschen Sie den Nutzer positiv, damit er Ihre Website immer wieder aufsucht.

Was kann man für eine positive User Experience konkret tun?

– Entfernen Sie jegliche Barrieren für Menschen und Suchmaschinen-Robots von Ihrer Website. So sollten Inhalte nicht erst nach einer Registrierung für den Nutzer zugänglich sein, wie das auf so manchen Seiten noch praktiziert wird.

– Machen Sie Ihre Webseiten schnell! Unnötig hohe Ladezeiten können sich als echte Performance-Killer für Online-Shops herausstellen und potenzielle Käufer vergraulen. Wie Sie die Performance von Webanwendungen steigern, erfahren Sie hier.

– Versetzen Sie sich stets an die Stelle Ihrer Kunden. Sorgen Sie für ein intuitives Layout, beantworten sie aufkommende Fragen, geizen Sie nicht mit weiterführenden Informationen usw.

– Verlinken Sie auch auf nützliche Quellen außerhalb Ihres Webauftritts. Es ist besser, der Nutzer klickt von Ihrer Seite aus auf eine hoch angesehene Website, als dass er unzufrieden wieder zu den Suchresultaten zurückkehrt.

Fazit

Wenn Sie als Website-Betreiber Ihren Nutzern eine tolle User Experience bieten und so zu einer intensiven Beschäftigung mit den eigenen Seiten einladen, winken zum Lohn zufriedenere Kunden und bessere Rankings.

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