SEO 2014: Mit semantischem Markup in die Zukunft

SEO 2014

SEO ist – allen Unkenrufen zum Trotz – nicht tot, wie auch Karl Kratz auf der SEOkomm 2013 in Salzburg nochmal kundtat. Aber wie wird SEO im Jahr 2014 aussehen? Fakt ist: Der Disziplin Suchmaschinenoptimierung stehen große Veränderungen ins Haus. Bedingt auch durch die Ausbreitung der Sprachsuche auf mobilen Geräten möchte Google in Zukunft die Bedeutung eines Text-Ausschnitts verstehen und Texte nicht länger nur als willkürliche Anordnung von Zeichenketten betrachten: „Things statt Strings“ lautet das neue Motto. Webseiten-Betreiber können durch die Auszeichnung strukturierter Daten mit semantischem Markup Suchmaschinen bei ihrem Vorhaben unterstützen – und profitieren dadurch selbst.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Fragen zum Thema  „Semantic SEO„:

  • Hilft semantisches Markup dabei, meine Rankings zu verbessern? Laut Mitul Gandhi sei diese Frage die falsche Herangehensweise an SEO als Marketing-Verantwortlicher. Denn das Ziel für Shops sei es letztlich, so viel Traffic, Conversions und Umsatz wie möglich zu erzielen, und nicht die besten Rankings zu haben. In der Vergangenheit habe man fälschlicherweise oft angenommen, dass hohe Suchmaschinenrankings auch hohe Traffic-Zahlen nach sich ziehen würden.
  • Verbessert es die Search Experience und die Interaktion mit meiner Marke? Die Antwort lautet: Ja. Zwar sind die Auszeichnungen auf der Seite selbst für den Besucher nicht sichtbar, die durch das Markup generierten Rich Snippets sorgen allerdings für eine bessere Search Experience für die Nutzer. Man vergleiche nur einmal folgende SERP-Schnipsel. Klar ist, dass zweiteres Beispiel sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Dank des Bildes, der Nutzer-Bewertungen und der Zubereitungszeit hat man ohne zusätzlichen Klick bereits auf der Suchergebnisseite alle wichtigen Informationen im Blick. Auch ohne Platz 1-Ranking wird man so zum Eyecatcher.
Marmorkuchen - Rich Snippets

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Ist semantisches Markup in die Zukunft gerichtet? Selbstverständlich. Die alte Suchergebnis-Liste von Google, die auf Keyword-Übereinstimmung basierte, gehört der Vergangenheit an. In Zukunft berechnet die Suchmaschine die SERPs aufgrund einer Vielzahl an Faktoren wie Lokalisierung, Personalisierung usw. Google möchte mit der semantischen Suche auf implizite und explizite Aspekte einer Suche eingehen und dem User im Endeffekt auf Fragen sofort eine Antwort zu liefern. Durch das Auszeichnen des eigenen Codes hilft man dem Googlebot, die Inhalte einer Website besser zu verstehen.
  • Verhelfen strukturierte Daten meiner Website auch zu zählbarem Erfolg? Es kommt darauf an, hier müssen natürlich auch die Rankings stimmen, dann kann strukturiertes Markup in der Tat zu einer deutlichen Erhöhung der Klickrate beitragen.

Bieten Ihre Seiten Bewertungen, Videos, Produkte, Veranstaltungen oder lokale Business-Informationen? Dann sollten Sie diese im Zuge der SEO 2014 Roadmap mit semantischem Markup auszeichnen. Wenn Sie das nicht machen, machen es Ihre Wettbewerber und sind Ihnen somit zwei Schritte voraus. Allerdings sind vor der Implementierung von semantischem Markup technische und inhaltliche Bremsen zu lösen, damit Sie mit dem SEO für Ihre Seiten in die Zukunft starten können.

Bild oben: © Marco2811 – Fotolia.com