Manuelle Webspam-Maßnahmen: Neue Funktion erleichtert Spam-Erkennung

Google Webmaster Tools Nachrichten

Wie bereits angekündigt baut Google die Kommunikation mit Webmastern weiter aus. Nachrichten des Webspam-Teams in den Webmaster Tools über manuelle Abstrafungen aufgrund von Verstößen gegen die Google Webmaster Richtlinien, die bisher in den Köpfen der meisten Web-Verantwortlichen mehr Fragezeichen hinterließen als zur Aufklärung und Beseitigung der Probleme auf den eigenen Seiten beitrugen, werden seit heute durch ein neue Funktion  ergänzt: Manuelle Webspam-Maßnahmen („Manual Action Reviewer“). Diese hilft bei der Erkennung von Spam, indem nun konkrete Hinweise gegeben werden und soll auch den Wiederaufnahme-Antrag (Reconsideration Request) beschleunigen.

Über den Link „Suchanfragen“ steht das von Webmastern seit langem gewünschte Feature in den Webmaster Tools ab sofort zur Verfügung. Liest man dort „Keine manuellen Spam-Maßnahmen gefunden“ ist soweit alles gut und der Website-Betreiber muss sich keine Gedanken über eine Herabstufung im Suchmaschinen-Ranking oder sogar eine komplette Entfernung aus dem Index aufgrund manueller Maßnahmen machen. Laut Google sollen nur 2 % aller Internetauftritte hiervon betroffen sein.

Google nennt Gründe und betroffene Seiten

Die Mitteilungen sind in die Bereiche „Übereinstimmungen auf der ganzen Website“ und „Teilübereinsteimmungen“ aufgeteilt, da einige Maßnahmen nur für bestimmte Seiten, Abschnitte oder Links gelten. Als Beispiel für den letzten Punkt wird „nutzergenerierter Spam in einem Forum“ angeführt. Für jede einzelne Maßnahme gibt Google jeweils den „Grund“ für die Abstrafung sowie in der Spalte „Betrifft“ die betroffenen URLs an (allerdings mit einer Begrenzung auf 1000 URLs).

Manuelle Maßnahmen - Webmaster Tools

Folgende zehn Maßnahmen können – je nach Verstoß gegen die Richtlinien –  auftauchen:

  • Unnatürliche Links zu Ihrer Website – Auswirkungen auf die Links
  • Unnatürliche Links zu Ihrer Website
  • Unnatürliche Links von Ihrer Website
  • Gehackte Website
  • Inhalte von geringer Qualität mit geringem oder gar keinem Mehrwert
  • Reiner Spam
  • Nutzergenerierter Spam
  • Cloaking bzw. irreführende Weiterleitungen
  • Verborgener Text bzw. überflüssige Keywords
  • Kostenlose Spam-Hosts

Wer mit einer Nachricht nichts anfangen kann, für den sind weitere Informationen zur Behebung des Problems über den entsprechenden Link unter der Beschreibung der Maßnahme verfügbar.

Wiederaufnahme-Antrag schneller stellen

Doch im Gegensatz zu algorithmischen Maßnahmen ist es bei manuellen Bestrafungen mit einer Beseitigung des zur Verhängung der Penalty führenden Zustands natürlich nicht getan (z. B. Beseitigung aller Spam-Links oder Entfernung der überflüssigen Keywords). Erst muss sich ein Googler die Seite erneut ansehen und schließlich grünes Licht geben, damit die alte Sichtbarkeit wieder hergestellt werden kann. Der Wiederaufnahme-Antrag lässt sich jetzt aber bequem über den Link „Überprüfung beantragen“ in der selben Maske stellen.

Fazit

Ist meine Seite Opfer einer manuellen oder algorithmischen Abstrafung geworden? Die Antwort auf diese Frage sollte in Zukunft leichter fallen. Dank der neuen Funktion stochern Webmaster nicht länger im Nebel herum und können sich nun schneller und effektiver den Problemen auf Ihrer Website  – für die sie oft ja nicht einmal verantwortlich sind – widmen als bisher. Und so kehren dann hoffentlich auch die verlorenen Rankings und der verlorene Umsatz rascher wieder zurück. Wie hilfreich die neuen Informationen von Google sein werden, wird sich in der Praxis erst noch zeigen müssen.

Foto: © castelberry – Fotolia.com

Screenshot: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2013/08/manuelle-webspam-massnahmen-in-webmaster-tools.html