Hummingbird: Google macht Suchalgorithmus für die Zukunft fit

Hummingbird - Kolibri

Bei der offiziellen Pressekonferenz anlässlich des 15-jährigen Geburtstags von Google gab die Suchmaschine bekannt, dass der Algorithmus, der die Suchergebnisse für ein bestimmtes Keyword sortiert, grundlegend geändert wurde. Dem neuen Algorithmus verpassten die Ingenieure den Namen „Hummingbird“.  Unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde der „Kolibri“ bereits vor rund einem Monat live geschaltet und beinflusst rund 90 Prozent aller Suchanfragen weltweit.

Komplexe Anfragen will Google mit dem Hummingbird-Algorithmus nun besser interpretieren und bessere Resultate ausliefern – insbesondere im Hinblick auf die sogenannte „Conversational Search“.  Es werden nicht mehr nur die einzelnen Bestandteile einer Query separat analysiert und Seiten gesucht, die die entsprechenden Wörter enthalten.  Google untersucht die Suchanfrage im Ganzen und versucht, die Bedeutung hinter den Wörtern zu „erraten“. Letztlich wird es eines Tages so sein, dass man mit Google wie mit einem Freund, Bekannten oder Kollegen in einen Dialog treten kann.

Brandneuer Motor mit alten Bestandteilen

Danny Sullivan verglich auf dem Searchengineland-Blog die Algorithmus-Änderung mit dem Motor eines Automobils. Es werde zwar  ein brandneuer Motor eingebaut, aber einzelne Bestandteile des alten Motors blieben erhalten – wie zum Beispiel Panda und Pinguin. Größere Trafficeinbrüche hat es wegen des Umbaus übrigens bisher nicht gegeben, auch die bekannten Spielregeln im SEO gelten nach wie vor. Den letzten größeren Umbau erfuhr der Algorithmus übrigens im Jahr 2001.

Bild oben© – dhiren2 – Flickr.com