Google-SERPs: Mit sieben einfachen Tricks zu mehr Klicks

Vor vielen, vielen Jahren, als die Suchergebnisseiten bei Google & Co. noch überschaubar waren, da war eine Platzierung auf der ersten Position im organischen Index noch Gold wert. Der Grund: Studien hatten gezeigt, dass die Reihenfolge der Treffer in den SERPs massiv Auswirkungen auf das Klickverhalten hatte. Demnach klickten mehr als 40 % der User auf das erste Ergebnis, 12 % auf das zweite und Platz 3 vereinte nur noch rund 8 % der Klicks.

Aufmerksamkeit der Nutzer für sich gewinnen

Doch diese Sichtweise muss heute als überholt betrachtet werden. Dank vieler neuer Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen, spielen Rankings im Grunde nicht mehr die Rolle wie früher. Denn schließlich optimiert man letzten Endes nicht für Google, sondern für die Besucher. Ziel muss es sein, die Aufmerksamkeit der Nutzer in den Google-Suchergebnissen für sich zu gewinnen, diese zum Klicken zu animieren und so alle Statistiken Lügen zu strafen. Der Suchtreffer (Title + Description) muss in seinem ganzen Auftreten dem Suchenden vermitteln: „Klick mich. Ich biete Dir genau das, wonach Du gesucht hast!“

Der Lohn für die Mühen sind mehr Klicks (die Sie zum Beispiel via Webmaster Tools überwachen können) auf Ihre Website bzw. Ihren Online-Shop, die dann in einem zweiten Schritt zu Kunden konvertiert werden können. Wenn für Sie also Platz 1-Rankings aufgrund Ihres Wettbewerbumfelds sowieso nur Illusion sind: keine Sorge. Auch auf den Plätzen 2 bis 10 können Sie eine gute Figur abgeben. Nachfolgend finden Sie sieben einfache Tricks, die Ihnen zu mehr Klicks verhelfen.

    • Title-Tags

Ein alter Hut werden jetzt viele denken. Von wegen. Optimieren Sie zumindest die Title-Tags der Seiten, die Ihnen den meisten Traffic liefern und machen Sie diese so „klickbar“. Ist ein Title für Google nicht relevant genug, bastelt sich die Suchmaschine einen eigenen, der dann nicht unbedingt im Sinne des Website-Betreibers sein dürfte.

    • Rich Snippets

Einen wahren Boost in Sachen Klickrate kann man als Shop-Betreiber mit Rich-Snippets aufs Suchergebnis-Parkett legen. Immer mehr Online-Shops binden auf Ihren Seiten z. B. Bewertungsmodule von Dienstleistern wie Trusted Shops oder ekomi ein. Diese Bewertungen lassen sich mit einer kleinen Änderung am Quellcode in Form der bekannten Bewertungssterne in den SERPs sichtbar machen. Wie wird’s gemacht? Klicken!

    • Autorship

Sind Ihnen bei der Suche schon einmal die Autoren-Bilder aufgefallen, die Google hier und da links vom Beschreibungstext platziert? Damit können nicht nur Blog-Autoren ihre Beiträge in den SERPs hervorheben, sondern auch z. B. Agenturen oder Firmen. Alles, was hierfür benötigt wird, ist ein Google+-Profil und ein Einzeiler im Head-Bereich der entsprechenden Website. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung.

    • HTML-Entitäten

Hin und wieder sieht man Ergebnisse, in denen sog. HTML-Entitäten zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um spezielle „Maskierungen“ für Sonderzeichen in HTML. Sie bieten beispielsweise einen Service an, der „schnell, günstig und zuverlässig“ ist? Setzen Sie doch vor jedes Ihrer Serviceversprechen ein „Häckchen“. Der Code hierfür lautet übrigens: √

    • Großschreibung

Sie sollen auf Ihr Angebot aufmerksam machen, aber auch nicht marktschreierisch agieren. Nicht umsonst ist in Foren generelle Großschreibung verpönt. In gewissen Fällen macht es aber Sinn, das ein oder andere wichtige Wort im Title hervorzuheben. Beispiel:
„Lust auf Burger? Die BESTEN Burger der Stadt finden Sie bei [+Brand]“

    • Regionalisierung

Immer dann, wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen neben dem Online-Shop auch noch über ein Ladengeschäft vertreiben, sollten Sie diese Information in Form einer Ortsbezeichnung in Title und Description einfließen lassen.

    • Brand

Große Marken wie Amazon, Ebay & Co. leben von Ihrem Trust, den sie sich in jahrelanger Arbeit aufgebaut haben. Aber der kleine Optiker, der gerade erst vor ein paar Monaten damit begonnen hat, seine Brillen auch online zu vertreiben, sollte den Brand erst einmal „hintenanstellen“ – und dafür die Keywords, mit denen er gefunden werden möchte, an vorderster Stelle erwähnen.

Wenn Sie einen oder mehrere dieser Vorschläge auf Ihre Website bzw. Ihren Online-Shop anwenden, werden Sie bald merken, wie sich Ihre Klickzahlen positiv entwickeln – gleichgültig, ob sie nun auf Platz 1, 3 oder 7 ranken. Bieten Sie den Suchenden optische Anker, an denen diese sich aufhängen und festhalten können.

Aber Achtung: Don’t overoptimize! Bei all den genannten Möglichkeiten, optisch vor dem Wettbewerber aus der Suche herauszustechen, darf man eines nie vergessen: Setzen Sie die Vorschläge mit Bedacht auf Ihrer Website ein, um nicht in einen Spam-Filter zu laufen. Und außerdem wirken Rich Snippets & Co. auch nur solange, wie diese nicht von Ihren Konkurrenten eingesetzt werden.

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