Google Places – auch mit kleinem Budget groß rauskommen

Wer nicht wirbt, der stirbt. Um ein lokales Unternehmen am Markt bekannt zu machen, gibt es in der Offline-Welt zahlreiche Möglichkeiten. Diese reichen von einem kostenpflichtigen Eintrag in die Gelben Seiten über eine teure Anzeige in der Heimatzeitung hin zu Flyern und anderen Druckschriften. Mit seinem kostenlosen Dienst „Google Places“, dem umbenannten und aufgepeppten Branchencenter, hat Google nun vor allem lokalen Anbietern eine Plattform geschaffen, auf der diese auch mit schmalem Marketingbudget groß rauskommen, sprich sich in der Universal Search weit nach oben hangeln können. Für die kleine Kneipe um die Ecke, Architekturbüros, Steuerberater & Co. die ideale Möglichkeit, um potenzielle Neukunden online auf sich aufmerksam zu machen.  Die Zeitschrift „Website Boosting“ (Ausgabe 01-02.2011) sieht in dem Dienst gar einen SEO-Trend für 2011, der bislang noch viel zu wenig genutzt wird. Neben Basisinformationen, dem Aktionsradius, Zahlungsoptionen, Öffnungszeiten und zusätzlichen Informationen können zur Attraktivitätssteigerung der eigenen Profil-Seite außerdem Fotos, Videos und Updates zu Aktionen in Echtzeit integriert werden.

Die Ranking-Kriterien

Aufgrund negativer Erfahrungen, die Google mit seinem Branchencenter in der Vergangenheit gemacht hat, sind für die Places-Einträge nun Qualitätsrichtlinien aufgestellt worden, an die man sich tunlichst halten sollte, da ansonsten der Eintrag nicht freigeschaltet wird (http://www.google.com/support/places/bin/answer.py?hl=de&answer=107528). Insbesondere auf die Anreicherung des Unternehmensnamen mit zusätzlichen Keywords und Ortsangaben reagiert Google allergisch.  Hier sollte nur der Name angegeben werden, wie er auch offline verwendet wird (also z. B. Metzgerei Hans Müller und nicht: Metzgerei und Fleischwaren Hans Müller München). Auch den Kategorien dürfen keine ortsbezogenen Informationen hinzugefügt werden.

Aus SEO-Sicht interessant dürfte aber sein, welche Kriterien beim Ranking der Places-Einträge eine Rolle spielen? Neben dem Umstand, dass das eigene Profil möglichst vollständig ausgefüllt werden sollte, werden drei Faktoren in der Diskussion immer wieder genannt:

  • Der Unternehmens-Eintrag selbst: Sind in den Kategorie-Bezeichnungen und der Beschreibung des Unternehmens auch meine relevanten Keywords enthalten?
  • Die Website: Enthält die im Unternehmens-Profil verlinkte Website im Titel  und in der Hauptüberschrift der (Start-)Seite Hinweise auf Ort und Business sowie wichtige Keywords? Stimmen Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf der Website mit dem Eintrag auf Google Places überein und kommen idealerweise auf jeder Seite (z. B. im Footer) vor?
  • Bewertungen/Citations: Bekommt mein Unternehmen Bewertungen von Kunden (auf Places oder anderen Bewertungsportalen)? Findet es in anderen lokalen Medien oder Online-Branchenbüchern Erwähnung? Auch hier gilt wieder, dass es keine Daten-Diskrepanz geben sollte.

Google Places liefert im „Dashboard“ außerdem nützliche Statistiken für den Profil-Besitzer: Wie oft wurde der Brancheneintrag in der Google-Suche angezeigt, welche Aktionen haben Suchende auf dem Profil ausgeführt (z. B. Aufrufen der Unternehmens-Website)? Mit welchen Suchanfragen wurde der Eintrag gefunden? Neben der Erfolgsmessung können diese Informationen auch nützliche Hinweise zur Optimierung des eigenen Geschäfts liefern.

Das Fazit

Wer künftig zielgerichtet und kostenlos im Internet auf Kundenfang gehen möchte und dem Konkurrenten um die Ecke einen Schritt voraus sein möchte, kommt an einem Eintrag auf Google Places früher oder später nicht mehr vorbei.