Google AdWords Keyword Tool geht in neuem Keyword Planner auf

Wer bisher als privater Website-Betreiber mit dem Google AdWords Keyword-Tool Keyword-Recherchen durchgeführt hat, wird sich nach Alternativen umsehen müssen. Google schaltet in den nächsten Monaten das kostenlose Tool ab, wie auf der Seite des Tools seit einigen Tagen zu lesen ist. Ersetzt wird es durch den neuen Keyword Planner, der das Planen und Managen von bezahlten Suchkampagnen komfortabler gestalten soll. Hierfür muss man dann allerdings AdWords-Kunde sein (bzw. zumindest ein Google-Konto besitzen). Er vereint in sich die abgespeckte Version des Keyword-Tools mit dem bisherigen Traffic Estimator.

Google Keyword Tool

Das bisherige Keyword-Tool war auch bei Suchmaschinenoptimierern sehr beliebt und wurde intensiv genutzt (nicht wenige kostenpflichtige Tools nutzten die Google-Datenbasis ebenfalls) – vor allem aus folgenden vier Gründen:

  • Generierung von Keyword-Ideen/Vorschlägen zu einem eingegebenen Suchterm mit verschiedenen Filtermöglichkeiten (Länder, Gerätetyp, Übereinstimmungstyp etc.).
  • Ermittlung des geschätzten monatlichen Suchvolumens (lokal/global), um relevante von irrelevanten Suchtermen zu unterscheiden. Auch wenn es nur Schätzwerte waren, die Verhältnisse stimmten. Und viele Keyword-Werkzeuge können mit solchen Daten nicht aufwarten.
  • Im Zuge des Mobile-Booms erlangte die Ermittlung von Suchvolumina für mobile Endgeräte (Smartphones, Ipads, Tablets) an Bedeutung.
  • Grobe Einschätzung des „Wettbewerbs“ auf einem Markt.

Keyword-Planer Google

Unterschiede zwischen dem Google Keyword-Tool und dem neuen Keyword Planner

  • Es wird nicht mehr nach lokalem und globalem Suchvolumen unterschieden.
  • Der Keyword-Planner zeigt zumeist höhere Suchvolumina an, da keine Unterscheidung mehr nach den verschiedenen Gerätetypen gemacht wird.
  • Alle Resultate sind nun standardmäßig nur noch „genau passend“.
  • Ergebnisse werden nun nicht nur auf Länder- sondern auch auf Städteebene angezeigt.

Vor allem der letzte Punkt klingt vielversprechend, da man nun auch für die lokale Optimierung Werte von Google geliefert bekommt.

Fazit

Wenn es um die Einschätzung des möglichen Traffics via Suchvolumen geht, waren die Zahlen des Google Tools auch bisher schon mit Vorsicht zu genießen, aber zumindest die Verhältnisse (wenn ein Keyword ein Suchvolumen von 1000 und ein anderes ein Suchvolumen von 5000 hat, dann wird letzteres ungefähr auch fünfmal häufiger gesucht) waren in der täglichen Arbeit gut zu gebrauchen. Außerdem bot kein vergleichbares Tool eine ähnliche Datenbasis.

Zuverlässigere Zahlen erhielt und erhält man hier natürlich weiterhin, indem ein Set an potenziell günstigen Keywords mittels AdWords-Kampagne getestet wird und man tatsächliche Werte zu Klicks und Impressionen erhält. Zur Ideengenerierung bei der Keywordrecherche stehen auch weiterhin zahlreiche kostenlose Alternativen zur Verfügung (Übersuggest, Semager, Google Trends etc.).

Das unkomplizierte schnelle (und kostenlose) Prüfen von Keywords auf SEO-Tauglichkeit für die Verwendung auf Websites und Online-Shops ist bald Vergangenheit. Google führt das beliebte Google AdWords Keyword-Tool nun wieder seiner eigentlichen Bestimmung zu: ein Tool zur Planung und zum Managen von AdWords-Kampagnen.

Eine kurze Vorstellung des neuen Keyword Planner-Tools und seiner Funktionen findet ihr hier. Was haltet ihr von der Entscheidung Googles, das alte Keyword-Tool durch den Keyword-Planner zu ersetzen? Schreibt uns eure Meinung als Kommentar unter diesen Beitrag!