Fünf Schritte zum erfolgreichen Website-Redesign ohne Rankingverluste

Website Redesign

Vielleicht geht es Ihnen auch so: Sie haben im Laufe der Jahre viel Zeit und Mühen in Ihren Webauftritt gesteckt, doch ist dieser leider nicht Mobile-freundlich gebaut und auch designtechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand – da wird es also höchste Zeit für ein Website-Redesign. Damit bei diesem Vorhaben aus SEO-Sicht alles glatt läuft und keine wertvollen Keyword-Rankings verloren gehen, sollten folgende fünf Schritte berücksichtigt werden, wie Jay Taylor auf Search Engine Watch berichtet.

Schritt 1: Bewerten Sie Ihre bisherige SEO-Strategie

Ein Site-Redesign ist der perfekte Zeitpunkt, um die bisherige SEO-Strategie zu überdenken.  Welche Seiten und welche Keywords bringen mir den größten Nutzen und von welchen könnte ich mich eigentlich trennen, da sie nicht meine Blog-Ziele unterstützen? So wissen Sie, worauf Sie während des Redesign-Prozesses ihr Hauptaugenmerk legen sollten.

Eine Erkenntnis könnte beispielsweise sein, dass Ihre bisherigen Seiten zwar für einige Keywords gut ranken, aber diese hohen Positionen nicht die gewünschten Personen auf die Website bringen. Auch einzelne Landingpages sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit genauer unter die Lupe zu nehmen: Sind sie wirklich geeignet, um aus Interessenten potenzielle Kunden zu machen?

Schritt 2: Halten Sie an der bisherigen URL-Struktur fest oder richten Sie 301-Weiterleitungen ein

Idealerweise hält man bei einem Site-Redesign aus SEO-Gründen an der aktuellen URL-Struktur fest. Aber oft ist dies nicht möglich, weil unter Umständen ein anderes Content Management System zum Einsatz kommen soll, das auf einer anderen URL-Struktur aufbaut. Oder aber man legt neben dem Design auch gleich Hand an den an, so dass zwangsläufig die alte Navigation umgearbeitet werden muss.

Schritt 3:  Denken Sie an die OnPage-Optimierung

Bei einem Site-Redesign wird oft Content verschoben, neu hinzugefügt oder entfernt. Dies sollte als Chance gesehen werden, gleichzeitig die Seiten aus OnPage-Sicht zu optimieren – insbesondere wenn sich die Keywordausrichtung geändert hat. Diese Punkte sollte man überprüfen:

  • Hat jede Seite einen einzigartigen Seitentitel und einen Beschreibungstext?
  • Sind die URLs optimal strukturiert und enthalten sie das Keyword?
  • Gibt es durch den Umbau der Website interne Links, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen?
  • Gibt es interne Linktexte, die durch eine eventuelle Keywordneuausrichtung erneuert werden müssen?

Schritt 4: Erstellen Sie eine XML-Sitemap

Vergessen Sie nicht, eine XML-Sitemap zu erstellen, um Suchmaschinen dabei zu helfen, die neuen und bereits existierenden Inhalte, die sich nun an anderen Orten befinden, leichter zu finden. Die neue Sitemap hinterlegen Sie dann auch gleich in den Google Webmaster Tools.

Schritt 5: Nach dem Go-Live: Beobachten, messen und verbessern

Wenn die neue Seite schließlich live gegangen ist, müssen Sichtbarkeit und Traffic-Zahlen aufmerksam beobachtet werden. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Werden die Rankings besser oder schlechter?
  • Nehmen die Besucherzahlen zu oder ab?
  • Interagieren die Besucher mehr oder weniger mit dem neuen Content?
  • Konvertieren die Besucher mehr oder weniger als bisher?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass nach einem Redesign bzw. Relaunch, bei dem die URL-Struktur geändert wurde, die Sichtbarkeit in den ersten Wochen durchaus ein wenig zurückgehen kann, bis Google die neuen Seiten bewertet hat.   

Wenn beim anstehenden Redesign die genannten Punkte Berücksichtigung finden, steht einem erfolgreichen Relaunch Ihrer Seite ohne SEO-Kollateralschäden nichts im Weg.

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