Drei gute Gründe für SEO – auch ohne Wettbewerb

SEO-Maßnahmen zielen darauf ab, Websites von Firmen und Online-Shops inhaltlich und technisch so zu optimieren, dass diese in einem Wettbewerbsumfeld für relevante Schlüsselwörter in den Suchergebnissen von Google, Bing und Co. ein hohes Ranking erreichen und damit zielgerichteter Traffic auf die eigenen Seiten gelenkt wird. Aber wie sieht es aus, wenn Unternehmen gar keine Konkurrenz haben? Macht es dann Sinn, überhaupt einen Gedanken an SEO zu verschwenden?

Suchmaschinenoptimierung

Eine interessante Frage, der Amanda DiSilvestro von der amerikanischen SEO-Agentur HigherVisibility  in einem aktuellen Blogbeitrag im Search Engine Journal nachgeht. Sie gibt auch unumwunden zu, dass diese Frage sie zunächst ins Grübeln brachte. Die einfache Antwort, die die meisten spontan wohl geben würden, lautete: Nein. Wozu brauchen beispielsweise eine Stadt wie München, die Bundesregierung, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Bundesliga-Klubs oder Unternehmen, die derzeit als einzige ein Produkt verkaufen, überhaupt Suchmaschinenoptimierung.

Machen wir es uns nicht einfach: Es gibt gute Gründe für SEO – auch ohne Wettbewerbsdruck:

  • Usability: Die Google-Optimierung von Websites hilft nicht nur den Suchmaschinen, Seiten besser zu verstehen und zu crawlen. Ganz nebenbei verbessert die Suchmaschinenoptimierung auch die Usability für den Nutzer – SEO bietet also eine Win-Win-Situation für beide Seiten. In seiner Einführung in die Suchmaschinenoptimierung schreibt Google:
    Bei Suchmaschinenoptimierung geht es darum, die Website von der besten Seite zu präsentieren, was die Sichtbarkeit in Suchmaschinen anbelangt, aber euer übergeordnetes Ziel ist es, Nutzer für eure Website zu gewinnen und nicht Suchmaschinen.
    Bei der OSG analysieren wir im Rahmen der Onpage-Analyse unter anderem, inwieweit die Navigation einer Website durchdacht ist, ob die richtigen Keywords verwendet werden und wie schnell eine Seite im Browser lädt – alles Punkte, die nicht nur für Top-Rankings wichtig sind, sondern auch zum Standard einer nutzerfreundlichen Seite gehören sollten.   
  • Zukünftiger Wettbewerb: Bereiten Sie sich frühzeitig auf kommenden Wettbewerb vor, selbst wenn Sie derzeit mit Ihrem Angebot in den Weiten des World Wide Web allein auf weiter Flur sind. Wer gibt Ihnen die Gewissheit, dass dies auch in einigen Jahren noch so sein wird? Vorsorge ist hier besser als Nachsorge, da SEO-Maßnahmen in der Regel eine gewisse Zeit benötigen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Besser jetzt schon ein SEO-Konzept in der Schublade zu haben, als mit SEO erst dann anzufangen, wenn der Konkurrent auf einmal in den SERPs auftaucht.
    Und außerdem:  Wissen Sie ganz sicher, wer Ihre Konkurrenz im Netz ist?
  • PageRank: Last but not least – Auch für Seiten ohne Wettbewerb ist es wichtig, sich den Suchmaschinen in einem guten Licht zu präsentieren, um zum Beispiel einen guten PR zu erhalten. So zeigt man seinen Kunden, dass man wirklich in allen Belangen der Beste ist – und nicht nur der Anbieter ohne Alternative.

Natürlich steht man als Unternehmen mit keinem oder nur geringem Wettbewerb nicht unter dem gleichen Druck wie ein Business, das zum Beispiel Produkte zum Thema „Tagesgeld“ verkauft – hier spuckt Google über vier Millionen Ergebnisse aus. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich beizeiten mit Suchmaschinenoptimierung zu beschäftigen und einmal eine SEO-Analyse Ihrer Website durchführen zu lassen. Denn bei SEO geht es bei weitem nicht nur darum, die Konkurrenz in den SERPs zu überholen.

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