404 vs. 410: Wie Google mit beiden Fehlercodes umgeht

Fehlerseite 404

Im neuesten Webmaster Help-Video beantwortet Matt Cutts von Google die Frage, wie die Suchmaschine mit den beiden Fehlercodes 404 und 410 umgeht.

Zu Beginn zunächst ein kleiner Exkurs in die Welt der Statuscodes: Als Antwort auf die Anforderung (Request) einer Webseite durch einen Webbrowser sendet jeder Server immer einen Antwortcode. Wenn die Kommunikation zwischen Server und Browser glatt läuft, handelt es sich um einen 200-Statuscode – in diesem Fall ist alles „OK„. Ist allerdings eine Seite an einem bestimmten Ort auf dem Webserver nicht mehr aufrufbar (z. B. weil ein Dokument verschoben oder gelöscht wurde) oder man hat sich bei der Eingabe der Internetadresse (URL) vertan, antwortet der Server standardmäßig mit einem HTTP-Statuscode 404. Das bedeutet schlicht und ergreifend: „Dokument nicht gefunden.“ Ein stärkeres Signal stellt der Statuscode 410 dar, der eine Seite als für immer „verschwunden“ (gone) kennzeichnet. Ein 410er kann unter Umständen das Entfernen einer Seite aus dem Suchindex von Google beschleunigen. Fehlerseiten werden entweder am Server selbst oder in der sogenannten .htaccess-Datei eingerichtet.

Wie Google mit beiden Fehlercodes umgeht, wird von Cutts im Video wie folgt erklärt: Entdeckt der Googlebot im Netz eine Seite, die einen Statuscode 404 zurückgibt, würde die Suchmaschine diese für 24 Stunden „schützen“ und als „nicht entfernt“ markieren. Bei einem Statuscode 410 würde die Seite sofort als „verschwunden“ gekennzeichnet.

Dennoch weiß Google, dass es durch fehlerhafte Konfiguration oder Server-Bugs zu Problemen bei der Fehlerbehandlung kommen kann. Daher schaut der Googlebot oft noch nach Wochen, Monaten und sogar Jahren nach, ob die entsprechenden Seiten unter Umständen nicht doch wieder im Netz auftauchen. Halten Sie daher die Anzahl an 404-Fehlern des eigenen Webauftritts möglichst gering. Denn wenn Google ständig mit dem Crawlen von Fehlerseiten beschäftigt ist, bleibt selbstredend weniger Zeit für die wirklich wichtigen Seiten zur Verfügung. .

Hier sehen Sie das Video mit Matt Cutts in voller Länge:

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