Google Shopping: Kampagnen-Performance mit optimiertem Produkt-Feed steigern

Die digitale Einkaufswelt erinnert stark an Regale in Supermärkten. Um dem Kunden etwas schmackhaft zu machen und das eigene Angebot vor Konkurrenzprodukten hervorzuheben, ist die Präsentation der einzelnen Waren entscheidend.  Insofern sind bei der Planung von Anzeigen drei Elemente von Bedeutung: der Title, die Description sowie das Bild. Abgesehen vom Preis haben diese drei Faktoren den größten Einfluss darauf, ob auf eine Anzeige geklickt wird oder nicht. Erfahren Sie nachfolgend, wie Sie die Performance Ihrer Shopping-Kampagne bei Google steigern können.

Google Shopping Ergebnis für Socken

 

 

 

 

 

 

 

Relevante Überschriften und hochwertige Bilder verbessern die Klickrate

  • Bei der Auswahl des passenden Titles und der passenden Description sollte man sich fragen, welche Suchbegriffe Interessenten tatsächlich verwenden. Erscheint das gesuchte Keyword als Überschrift des Feeds, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf die Anzeige stark an.
  • Kurz und knapp formulierte Überschriften sind komplizierten Wortgebilden vorzuziehen.
  • Das Keyword sollte nicht unnötigerweise häufig wiederholt werden. Keyword-Stuffing kann zu einer Abstufung im Anzeigen-Ranking führen.
  • Besonders positiv wird ein Interessent reagieren, wenn er nach dem Klick auf die Anzeige auf einer Webseite landet, deren Wortwahl der des Feeds entspricht. Wenn in der Anzeige z. B. „10er Pack Socken“ steht, dann stellen Sie sicher, dass der Satz auch auf der Landingpage zu finden ist.
  • Das Produktbild sollte mit möglichst hoher Auflösung aufgenommen sein, so dass der potenzielle Käufer einen direkten visuellen Bezug zu seiner Suchanfrage erhält.

Halten Sie Ihren Datenfeed genau und up-to-date

Ein aktueller Produkt-Feed mit einer keywordreichen Beschreibung wird neue Kunden ansprechen. Ein ungenauer Datenfeed hingegen wird vom Google Merchant Center abgelehnt.

Die häufigsten Fehler im Überblick:

  • Die Website-URL ist nicht verifiziert.
  • Es fehlen die erforderlichen Attribute (https://support.google.com/merchants/answer/188494?hl=de)
  • Unbekannte „Google Produktkategorie“-Werte
  • Inkonsistenz zwischen Feed-Daten und Daten der Website (normalerweise Preis oder Verfügbarkeit)
  • Fehlerhafte Zielseite (z.B. 404-Fehlerseite)

Alle Preise und die Produktverfügbarkeit des Feeds müssen mit den Angaben auf der Website übereinstimmen. Nichts ist für einen Kunden frustrierender, als auf ein Produkt zu klicken, das nicht mehr erhältlich ist. Google empfiehlt, den Feed in Abhängigkeit von der Website upzudatenmindestens aber alle 30 Tage.

Kampagnen nach dem Prinzip eines Ladengeschäfts strukturieren

Die Landingpage lässt sich von ihrer Bedeutung her mit dem Schaufenster eines Ladens vergleichen. Wichtige Produkte wie Bestseller oder Produkte mit einer hohen Marge sollten im Vordergrund stehen. Diese Klassifizierung sollte bei den Einstellungen der Produktgruppen beibehalten werden, um das Budget und die Gebote festzulegen. Ähnliche Produkte oder Produktgruppen mit sehr viel Traffic werden in Untergruppen gegliedert, damit diese einfacher verwaltet werden können. Bei Produktgruppen, die eine gute Performance aufweisen, können zusätzlich Labels eingesetzt werden.

Besondere Aufmerksamkeit kann man zudem mit saisonalen  Angeboten, wie beispielsweise Sommer- oder Winterartikeln, erreichen. Da diese zu bestimmten Zeiten sehr gefragt sind, können separate Kampagnen erstellt. Ein Vorteil ist, dass das Budget und die Werbebotschaft besser verwaltet werden können.

Ferner können Kampagnen mit einer Priorität versehen werden, um z.B. kurzfristige Angebote zu bewerben. Der Vorteil dabei ist, dass die komplette Kampagne nicht verändert wird.

Gebote in Abhängigkeit von Mitbewerbern und eigenen Zielen festlegen

Einige Produktimpressionen sind mehr wert als andere. Um sicherzustellen, dass der Aufwand in einem optimalen Verhältnis zum Ertrag steht, müssen die Gebote entsprechend des Wertes der einzelnen Produktimpressionen festgelegt werden.

Gebote nach Benchmark und Impression Share-Werten festlegen

Google stellt diverse Tools zur Verfügung, um die eigene Leistung  gegenüber der Konkurrenz zu beurteilen:

  • Der AdWords-Gebotssimulator gibt eine Schätzung ab, wie Ihre unterschiedlichen Gebote sich auf die Leistung Ihrer Anzeigen auswirken.
  • Der Benchmark CTR und der Benchmark Max CPC zeigen, wie sich Ihre Produktgruppe im Vergleich zum Mitbewerber schlägt. Wenn der Mitbewerber einen besseren Benchmark hat, dann müssen Sie ggf. Ihren Feed, Ihre Anzeigen oder Ihre Gebote anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Mit dem Impression Share werden Anteile entgangener Impressionen angezeigt. Wenn Ihr Impression Share bei unter 100% liegt, dann müssen Sie Ihr Gebot erhöhen oder die Qualität Ihres Feeds verbessern, ansonsten entgehen Ihnen ggf. wertvolle Impressionen.

Gebot und Budget in der Hochsaison erhöhen

Sehr nützlich kann es zudem sein, saisonale Gegebenheiten zu berücksichtigen, um ein höheres Verkaufspotenzial zu bestimmten Zeiten im Jahr auszunutzen. Dann sollten die Gebote parallel zu der erhöhten Anzahl an Klicks steigen. Gerade in der Hochsaison ist eine hohe Sichtbarkeit der Anzeigen von großer Bedeutung. Zusammen mit einem steigenden Gebot, sollte auch das eigene Budget vergrößert werden.

Mobilen Kunden den Einkauf erleichtern

Viele potenzielle Käufer nutzen heutzutage ihre Smartphones zum Einkaufen. Deshalb ist es wichtig, dass der eigene Shop auch auf kleineren Bildschirmen mobiler Geräte ansprechend dargestellt wird. Zu bedenken ist zum Beispiel, dass der Verwender keine Maus sondern einen Touchscreen verwendet.

Folgende Optimierungsmaßnahmen verbessern Ihre Conversionrate:

  • Stellen Sie essentielle Produktinformationen wie Preis, Produktbild oder Lieferkosten einfach und übersichtlich dar.
  • Vermeiden Sie überflüssige Formulare während des Bestellprozesses. Bieten Sie Ihren mobilen Kunden einfache Zahlungsmethoden wie Amazon Payments, Paypal oder ähnliches an, um den Checkout-Prozess zu beschleunigen.
  • Führen Sie Ihre Kunden mit beschreibenden Buttons wie „In den Einkaufswagen“ oder „Zur Kasse gehen“ durch die Website. Nutzen Sie Breadcrumbs und eindeutige Kategorienamen, um das Navigieren auf Ihrer Website zu verbessern.
  • Verbessern Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website.
  • Nutzen Sie das „adwords redirect“-Attribut fürs Mobile Tracking, um die Performance ihrer mobilen Kampagne zu messen.

Übrigens können Sie mit dem „Mobile-Friendly Test“ von Google testen, ob ihre Website für mobile Endgeräte optimiert ist.

 

Mobile-friendly Test Google

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum „Shape Up Your Shopping Campaigns“-Whitepaper gibt es hier.