Mobilegeddon: Die großen Auswirkungen durch das Update blieben bislang aus

MobilegeddonDer 21. April 2015 wurde von Shop- und Websitebetreibern sowie SEO-Verantwortlichen mit Spannung erwartet. Denn an diesem Tag begann Google mit dem Rollout des Mobile-Updates. Doch das prophezeite „Mobilegeddon“ blieb bisher aus. Websites ohne responsives Design oder eine separate mobile Seiten fanden sich nicht – überspitzt gesprochen – automatisch am anderen Ende der Suchergebnisse wieder.

So konnte der Tool-Anbieter Searchmetrics am Stichtag keine großen Auswirkungen durch das Update vermelden. Stattdessen hätten bereits einige Tage vor dem Rollout einige Webseiten, die nicht für Smartphones & Co. optimiert waren, an Sichtbarkeit bei mobilen Suchanfragen verloren. Als Beispiel wurde die Domain wetteronline.de genannt, die sich durch zu dicht beeinander liegende Links und nicht für die Gerätedarstellung optimierte Inhalte charakterisieren lässt. Ihre mobile Sichtbarkeit sei bereits in den letzten Wochen stark gefallen.

Auch der von der amerikanischen Agentur „Moz“ eigens für diesen Tag gebaute „Mobile Mozcast“ schlug nicht aus. Wie Dr. Peter Meyers richtig feststellte, trugen bereits im Vorfeld des angekündigten Updates 70 % der Seite-1-Ergebnisse das „Für Mobilgeräte“-Label. Massive Veränderungen seien daher kaum zu erwarten gewesen. Außerdem: In der Vergangenheit waren es fast immer die unangekündigten Ereignisse, die die SERPs gehörig durcheinander wirbelten. Man denke beispielsweise an das Pinguin– oder Panda-Update zurück, die einen Riesennachhall in der Online-Welt fanden.

Mobile-Freundlichkeit nicht das einzige Ranking-Kriterium

Im „Inside Google“-Blog stellte Google noch am gleichen Tag klar, dass neben der Mobile-Freundlichkeit über 200 weitere Faktoren eine Rolle für das Ranking in den mobilen Suchergebnissen spielen. So sei beispielsweise der Zweck einer Suchanfrage immer noch ein sehr starkes Signal. Und weiter: „Selbst wenn eine Seite mit qualitativ hochwertigen Inhalten noch nicht mobilfreundlich ist, kann sie weiterhin gut ranken, wenn sie relevante Inhalte zur jeweiligen Suchanfrage bietet.“

Doch auch wenn einige Shopbetreiber, die ihre Hausaufgaben bislang nicht gemacht haben, erst einmal tief durchatmen: Google hat stets betont, dass der Rollout Tage bzw. unter Umständen sogar Wochen in Anspruch nehmen kann. Sich jetzt entspannt zurückzulehnen, wäre die denkbar schlechteste Reaktion auf die Ereignisse der letzten Tage. In diesem Artikel wird beschrieben, wie eine Website fit für die mobile Zukunft des Webs gemacht wird. Außerdem helfen Ihnen auch die SEO-Experten der OSG gerne dabei, Ihren Shop auf Mobile-Friendlyness umzustellen.

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