Google goes Mobile

Als klar war, dass Eric Schmidt, CEO von Google, auf dem Mobile World Congress in Barcelona reden wird, begannen die Spekulationen darüber, womit Google die Internetgemeinde diesmal überraschen wird. Würde schon bald das Nexus Two auf den Markt kommen? Würde eine neue Version von Android erscheinen? Würde Google ein eigenes Netz aufbauen und so zum Mobilfunkanbieter werden?
Was er dann in seiner Keynote letztendlich verkündete, konnte eigentlich keine Überraschung sein. Schmidt sagte, Googles Programmierer würden künftig zuallererst und vorrangig an mobilen Lösungen arbeiten und das Unternehmen würde Mobile Search sehr ernst nehmen.
Google hat aber auch gar keine andere Wahl. Das Suchverhalten der User verschiebt sich schon seit geraumer Zeit hin zu mobilen Geräten. In einigen Ländern gibt es bereit mehr Suchanfragen von mobilen Geräten als von PCs. Höchste Zeit also für den Internetgiganten, den Usern zu folgen.

Hinzu kommt, dass sich das Wachstum bei statischen Textanzeigen mehr und mehr verlangsamt. Display- und Videoanzeigen sind noch weit davon entfernt, eine ernst zu nehmende Einnahmequelle für Google zu sein. Das Contentproblem lässt sich nicht auf die Schnelle lösen. Und Youtube steckt noch in den Kinderschuhen, was die Monetarisierung angeht.
Mobile Search wird von Google also ernst genommen werden müssen. Zum ersten mal seit langer Zeit trifft Google hier aber auf echte Konkurrenz. Apple hat unlängst angekündigt, Bing als Standard-Suchmaschine auf dem iPhone zu integrieren. Dies würde Microsoft einen ganz klaren Vorteil verschaffen.
Es wird also spannend sein zu beobachten, mit welchen Produkten Google im mobilen Internet punkten will und ob es dem Unternehmen gelingt auch diesen Markt zu beherrschen.