E-Commerce-Studie: Was machen Mode-Shops 2014 in Sachen SEO, SEM & SM

Vorneweg: SEO bleibt für deutsche Webshops mit 81,66 % der bedeutendste Traffic-Lieferant bei Google. Dahinter folgen bezahlte Suchkampagnen via AdWords (9,34 %, ohne Shopping) sowie Universal-Search-Ergebnisse. Das folgt aus der E-Commerce-Studie der Agentur Aufgesang aus Hannover, die 2014 bereits zum vierten Mal einen Status-quo-Report der deutschen E-Commerce-Landschaft in den Bereichen SEO, SEA und Social Media veröffenlicht hat.
Dabei wurden im Rahmen der Studie die Aktivitäten von 177 deutschen Online-Shops aus folgenden Bereichen analysiert: Arzneimittel, Auto & Motorrad-Zubehör, Medien, Elektronik, Kleidung, Komplettsortiment, Spielwaren, Möbel, Büroausstattung, Tiernahrung, Heimwerker, Kosmetik.

Nachfolgend sollen die wichtigsten Take-aways zum Status-quo der Kleidungsbranche zur Jahreshälfte 2014 in den untersuchten Bereichen (SEO, SEM und Social Media) kurz dargestellt werden:

  • SEO

Die klassischen organischen Suchergebnisse besitzen für Mode-Händler eine überdurchschnittliche Bedeutung im Vergleich zu AdWords oder Universal-Search-Ergebnissen. Zunehmend werden diese auch durch Video-Einbindungen in den Suchergebnissen auffindbar (siehe Screenshot) bzw. Google blendet in diesem Bereich gerne Videos  in der Video-Box der normalen Suchergebnisse ein. Außerdem haben Mode-Shops im Durchschnitt nach den Komplettsortiment-Shops die höchste organische Sichtbarkeit.

Video-Sichtbarkeit 2014
  • SEM

Aufgrund der Einführung der Google Shopping Kampagnen und der dazu fehlenden Daten sind die Zahlen zum Suchmaschinenmarketing in diesem Jahr nur bedingt repräsentativ. Allerdings: Für Shops aus dem Mode-Bereich spielt die bezahlte Suche über AdWords im Vergleich zu SEO eine überdurchschnittliche Rolle, wie nachfolgende Grafik zeigt.

Verteilung SEM-Traffic 2014
  • Social Media

Facebook stellt für Mode-Shops den wichtigsten Social-Media-Kanal dar (84,73 %), danach folgt mit weitem Abstand Google+ (14,40 %). Der Kurznachrichtendienst Twitter ist unter ferner liefen (0,69 %).  Generell spielt Social-Media-Marketing für Shops aus dem Bekleidungsbereich eine überdurchschnittliche Rolle. Das spiegelt sich auch in der im Vergleich zu anderen Branchen hohen sozialen Sichtbarkeit wider, in die z. B. Bewertungen oder das Teilen einer URL in den sozialen Medien in jeweils unterschiedlicher Gewichtung einfließen.

Social-Media-Verteilung 2014

Wer sich dafür interessiert: Die Aufgesang E-Commerce-Studien der letzten beiden Jahre können übrigens hier und hier heruntergeladen werden.