Diese sechs Blogsünden kosten Sie engagierte Leser

Weblog

Sie haben einen Corporate-Blog aufgebaut, fleißig Content veröffentlicht und auch die Traffic-Zahlen stimmen im Großen und Ganzen? Dennoch sind Sie nicht zufrieden, interagieren Ihre Leser nicht oder kaum mit ihren Bloginhalten, hinterlassen keine Kommentare, teilen Ihre Beiträge nicht in sozialen Netzwerken und sind auch bald wieder weg.

Wissen Sie, was ein Elevator-Pitch ist? Bei dieser Aufgabe haben Sie genau 30 Sekunden Zeit, eine andere Person von Ihrer Idee, Ihrem Produkt oder Ihrer Qualifikation zu überzeugen. Nur neun Sekunden bleiben Ihnen online, um einen Leser zu „verführen“, ihn also für Ihren Blogbeitrag zu gewinnen. Das ist nicht viel. Daher sollten Sie bei der Erstellung von Inhalten für Ihren Blog nachfolgende sechs Blogsünden (angelehnt an einen Beitrag im HubSpot-Blog von Lisa Gulasy) unbedingt vermeiden, die Sie engagierte Leser kosten.

  • Sünde Nummer 1:  Unpassende Links

Interne Links in einem Blogartikel sind wichtig – nicht nur aus SEO-Sicht, sondern auch, um einen Leser länger auf den eigenen Seiten zu halten und ihn so letztlich zum Konvertieren zu bringen. Allerdings sollte man vor Veröffentlichung sorgfältig prüfen, welcher Link in einem Artikel wirklich Sinn macht und welcher Link auf Inhalte verweist, die nicht den Erwartungen entsprechen. Letzterer kann Ihnen schaden, wenn sich der Link im selben Fenster öffnet und der Leser dann frustriert das Fenster schließt und sich somit auch von Ihrem Blog verabschiedet.

  • Sünde Nummer 2: Lange und schwer verdauliche Struktur

Ellenlange Blogbeiträge, die ein Thema in epischer Breite behandeln, haben durchaus ihre Berechtigung. Doch wer nimmt sich in der Aufmerksamkeitsökonomie Internet überhaupt noch die Zeit, solche Artikel bis zum Schluss zu lesen? Machen Sie es Ihren Lesern daher nicht unnötig schwer: Gliedern Sie Ihren Content in Absätze von rund 100 Wörtern, arbeiten Sie mit Zwischenüberschriften, Aufzählungspunkten sowie Fettungen wichtiger Aussagen. Wenn Sie einmal einen sehr langen Text verfassen, dann bieten Sie Ihren Lesern zudem ein Inhaltsverzeichnis, das via Sprungmarken einen direkten Einstieg in die verschiedenen Inhaltsabschnitte ermöglicht.

  • Sünde Nummer 3: Keine Persönlichkeit

Ein Blog war ursprünglich eine sehr persönliche Angelegenheit: ein „Webtagebuch“ eben. Dann entdeckten die Unternehmen das Bloggen für sich, beraubten den Blog seiner Seele und  veröffentlichten unter unpersönlichen Admin- oder Team-Accounts Artikel, die mehr der Selbstbeweihräucherung als der Information oder Unterhaltung dienten. Doch es sind keine Roboter (ausgenommen die Suchmaschinenrobots), die Ihren Blog lesen: Es sind aufgeklärte Konsumenten, die heutzutage auch wissen möchten, welche Köpfe hinter einem Unternehmen oder einem Produkt stecken. Oder haben Sie etwas zu verbergen?

  • Sünde Nummer 4: Keine ansprechende Überschrift

Eine gute und griffige Überschrift entscheidet mit darüber, ob Ihre Blogtexte überhaupt eine Chance bekommen. Laut David Ogilvy lesen im Schnitt fünfmal mehr Leute die Überschrift eines Artikels als den eigentlichen Inhalt. Leider wird beim Erstellen eines Textes der „Headline“ aber oft die geringste Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sollte man bei diesem zentralen Seitenelement jedes Wort genau abwägen und auch A/B-Tests mit unterschiedlichen Varianten durchführen. Tipps, wie Sie unwiderstehliche Headlines texten, finden Sie übrigens in diesem Blogbeitrag.

  • Sünde Nummer 5: Nichts Neues gesagt

Es gibt Themen, zu denen man bereits Myriaden von Beiträgen im Google-Index findet. Ein Beispiel wäre: „Wie schreibt man überzeugende Online-Texte?“ Leider liest man in all diesen Beiträgen dann oft nicht wirklich etwas Neues. Gerne dürfen Sie dieser Sammlung einen weiteren Artikel hinzufügen, dieser sollte jedoch unbedingt einen neuen Aspekt bieten. „Wie schreibe ich überzeugende Online-Texte fürs B2B?“ Damit wäre Ihnen geholfen und dem Praktikanten in einem B2B-Unternehmen, der Content für die eigene Website erstellen soll.

Halten Sie also Augen und Ohren offen, was sich in Ihrem Unternehmensumfeld täglich ändert, zu welchen Themen was bereits geschrieben wurde und beleuchten Sie Ihre Geschichte dann unter einem anderen Blickwinkel, der Ihre Zielgruppe anspricht.

  • Sünde Nummer 6: Keine multimedialen Elemente

Machen Sie aus Ihrem Blog keine Textwüste. Relevante und hochwertige Text-Inhalte sind zwar unabdingbar für den Erfolg des Blogs, sie reichen aber nicht aus. Zu einem interessanten Artikel, dem Leser ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, gehören auch auflockernde und interaktive Elemente wie Videos, GIFs, Podcasts und Grafiken. Erinnern Sie sich noch an die neun Sekunden, die Sie Zeit haben, um jemanden von Ihrem Beitrag zu überzeugen?

Last but not least: Tipps, wie Ihre Blogbeiträge mehr Kommentare erhalten, gibt folgender Artikel im toushenne-Blog.

 

Bild oben: © Rudie – Fotolia.com