Die OSG live von der SEMSEO 2013 in Hannover

Seit 9 Uhr in der Früh hat die SEMSEO 2013, die Fachkonferenz für Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung, in Hannover ihre Pforten für die Besucher geöffnet. Die OSG berichtet auf Ihrem Blog live und mit Bildern von den Vorträgen der Online-Experten. Der Beitrag wird laufend aktualisiert.

Los ging es mit der Keynote von Dr. Nadine Höchstötter von der webscout GmbH zum Thema „Würmer im Gehirn„. Die wichtigsten Learnings:

Thema: Suchverhalten und Verteilung der Suchanfragen bei Google

– Cold Start  – das sind Keywords, die zuvor noch nie eingegeben wurden und sofort zum Kauf führen

– Cold Start Anfragen sind häufig Tippfehler

– Pareto-Prinzip (80/20-Regel) greift auch bei Traffic und Keywords

– Top 100-Suchanfragen sind navigationsorientierte Anfragen

– Suchergebnisseite bei Google ist wie ein Warenregal im Supermarkt. Bei manchen Keywords ist das Regal schon voll. Für bestimmte Keywords laut Höchstötter also kein Erfolg mehr möglich?

– Es gibt endogene (ohne Medieneinfluss) und exogene Suchanfragen

– S-O-R-Paradigma zum Kaufverhalten ist auf Verkettung der Suchanfragen zu beziehen. Black Box ist durch Google und sonstige Analysen keine richtige Black Box mehr.

Fazit: Medien geben Großteil an Suchbegriffen vor, Schlagwort: Predictive SEO

 

Weiter ging es mit dem Thema Local Search. „Der Kunde ist vor Ihrer Haustür„, so Frank Fuchs von Valopex. Er berichtete über neue Potentiale der mobilen und stationären Suche.

Ausgangspunkt seiner Ausführungen war die Feststellung, dass 97 % aller Suchanfragen mittlerweile einen lokalen Bezug haben, was auch durch die massive Verbreitung von Smartphones, Ipads und anderen mobilen Geräten bedingt ist. Lokale Keyword-Phrasen stellen eine Herausforderung für Suchmaschinen dar. Beispiel: New (neu), York (Stadt), Times (Zeitung), Square (Ort)

Der Schüssel zu lokalem SEO ist der Standortbezug. Neben dem Keyword senden Suchende nämlich gut eine DIN A4-Seite an relevanten Infos an die Suchmaschinen, die Google bei der Ortsbestimmung und der Eingrenzung der Suchergebnisse helfen. Der Standortbezug äußert sich durch die Usereingabe, IP-Adresse, WLAN-Hotspots und viele weitere Kriterien.

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Fuchs betonte die Bedeutung einer guten Vorbereitung im Bereich Local SEO, die das Fundament aller weiterer Maßnahmen darstellen würde. Erst müsste man die geeigneten Keywords recherchieren, auch die Suchergebnis (SERPs)-Seiten analysieren und mit verschiedenen Keyword-(Phrasen) „spielen“. Wichtig sei außerdem die Beobachtung der Konkurrenz und das Aufdecken von Schwächen und Lücken der Wettbewerber. Erst dann könne man eine schlüssige Strategie formulieren, abstimmen und entsprechende Taktiken in der Local Search umsetzen.

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Der Experte räumte auch mit einigen Vorurteilen auf, die Website-Betreiber oft haben. Diese meinten oft genug, sie würden ihre Firma und ihre Kunden genau kennen. Und auch, mit welchen Suchbegriffen diese nach den eigenen Produkten suchten. Nach einer ausführlichen Keywordrecherche seien diese oft sehr überrascht, welche zum Teil ungewöhnlichen Begriffe Otto Normaluser verwenden würde. Der „Faktor Mensch“ sei bei der lokalen Suche nicht zu vernachlässigen, Bewertungen („reviews“) würden dabei eine große Rolle spielen. Diese nutzen die Suchmaschinen nämlich als „Lern-Futter“ für die Algorithmen. Daher sollte ein Augenmerk auch auf positive Bewertungen für das eigene Angebot gelegt werden. Und schließlich: Es genügt nicht, mit seiner Firma „bei Google drin“ zu sein, man müsse seine Firmeneinträge auch ständig auf dem neuesten Stand halten. Nur so ist gewährleistet, dass man nicht nur bei Google oben gelistet, sondern auch sonst überall zu finden ist.

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Vor der Mittagspause verriet Uwe Tippmann von der SEO-Agentur ABAKUS den Teilnehmern, „wie Googles Algorithmus tickt und welche Stellschrauben die Ergebnisse wie stark beinflußen“.