Die OSG besuchte die Search Conference in München

Storytelling und Content Marketing - Sturm

Die Search Conference – Die Fachkonferenz für Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Anfang November gastierte die Suchkonferenzreihe im Novotel an der Münchner Messe. Die OSG war zum ersten Mal als Besucher dabei, hier ein kurzer Recap.

Das Themenspektrum der Konferenz war breit gefächert: SEO, SEA und das Thema Content-Marketing standen auf dem Programm.

Marc Stürzenberger, Leiter Suchmaschinemarketing bei Weltbild in Augsburg, verriet, wie man effektives Inhouse SEO betreibt. Zunächst gelte es, alle Stakeholder im Unternehmen zu identifizieren, die durch die eigenen SEO Bemühungen tangiert werden und diese frühzeitig mit ins Boot zu holen. Im gesamten Unternehmen müsse außerdem eine SEO-Awareness, also ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von SEO hergestellt und SEO in die diversen Prozesse integriert werden. Das fange bei Standardprozessen an und gehe über die Produktnamenvergabe bis hin zur Produktentwicklung. Außerdem: Checklisten machen das Leben einfacher. Wichtig sei auch, die Dokumentation von SEO-Anforderungen im Unternehmen. Um Folgebudgets zu erhalten, müssten Erfolge vorgehalten werden.

Wie man packende Anzeigentexte für Google AdWords erstellt

Dass packende Anzeigentexte der Schlüssel zum Erfolg sind, zeigte Andreas Reiffen von crealytics in seinem Vortrag auf. Wie man relevante Texte für die eigene AdWords-Kampagne erstellt verriet er auch gleich: Man müsse die Fragen der User genau beantworten. Zudem müsse man unterschiedliche Varianten von Anzeigentexten erstellen. Diese Texte können folgende Elemente enthalten:

  • Features (z. B. „Jacken mit zweifacher Wärmeschicht“) vs. Benefits („flauschig warm bis -15 Grad“)
  • Value Propositions („tragbare Preise & 0 Euro Versand“)
  • Call-to-Action („Stöber in der größten Auswahl an …“. „Jetzt buchen!“)
  • Psychological Aspects („Mehrfach prämierter Buchungsservice, streng limitierte Kollektion.“)
  • Promotions („… bis zu 15 % Rabatt auf Samsung LED Fernseher!“)
  • Target Groups („Klasse Tuniken für sportliche Mamas“)

Außerdem gab er Tipps, wie man die besten Anzeigentexte identifizieren könne. Beim A/B Split-Testing würde zum Beispiel immer genau ein Element geändert (Anzeige z. B. mit oder ohne Trademark-Symbol). Beim multivariaten Testing änderte man mehrere Elemente. Als passende Tools nannte er www.splittester.com, www.cardinalpath.com/tools und www.websharedesign.com/tools. Allerdings müsse bei der Beurteilung der Anzeigentexte berücksichtigt werden, dass die CTR natürlich abhängig von der Anzeigenposition sei.

Marketingsprache und Selbstinszenierung sind out

Dr. Harald Sturm sprach anhand eines konkreten Beispiels über Storytelling im Rahmen von Content-Marketing und zeigte, wie Unternehmen bzw. Marken erfolgreich „Geschichten erzählen“. Ein Unternehmen müsse in Kontakt mit seinen Nutzergruppen treten. „Märkte sind Gespräche“, sagte er. Mache man alles richtig, identifizierten sich die Nutzer mit Inhalten und Protagonisten und letztlich auch mit der beworbenen Marke. Dafür müsse allerdings ein Umdenken im Marketing stattfinden, Unternehmen seien heute als Medienunternehmen zu sehen, die Content für verschiedene Zielgruppen produzierten. Mit Marketingsprache und Selbstinszenierung via Website käme man in der heutigen Medienlandschaft nicht mehr weit. Verkaufen ohne zu verkaufen, das sei das Zauberwort.