Google Analytics mit neuem Feature zum Filtern von Bot-Traffic

Robots im Web

Laut einer Incapsula-Studie aus dem Jahr 2013 macht der durch Bots, also nicht-menschliche Besucher, verursachte Datenverkehr mittlerweile über 60 % des gesamten Internet-Traffics aus. Bisher konnte man in Google Analytics diese unerwünschten Website-Besucher bereits effektiv filtern. Nun stellt Google eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, um Bot-Zugriffe auszuschließen – und zwar mit einem simplen Klick.

Hierzu muss der Website-Betreiber, sobald er in seinem Google-Analytics-Konto angemeldet ist, über den Navigationspunkt „Verwalten“ in die Datenansicht wechseln und dort auf „Einstellungen der Datenansicht klicken“. Auf der daraufhin erscheinenden Seite einfach die Checkbox bei „Alle Treffer von bekannten Bots und Spidern ausschließen“ aktivieren und schon werden künftig alle Zugriffe von Bots (=Hits), die auf einer von der Organisation „IAB“ geführten Blacklist stehen, herausgefiltert. So sollte man schließlich zu einer realistischeren Sicht auf die tatsächlichen Besucherzahlen eines Internetauftritts gelangen. Welche „User Agents“ bei dieser Methode aber konkret ausgeschlossen werden, bleibt im Verborgenen, da die Blacklist nicht öffentlich einsehbar ist.

Bot-Filter Google Analytics

Warum ist es überhaupt wichtig, Treffer von Suchmaschinen-Bots wie Google oder Bing sowie von Hacking-Tools und Spammern in den Webanalyse-Tools außen vor zu lassen? Ganz einfach: Sie verfälschen die Datenbasis, indem sie die Visits künstlich aufblähen, Bounceraten in die Höhe schnellen lassen (da ein Bot oft nur eine Seite betrachtet und dann wieder den Webauftritt verlässt) und Conversionrates senken.

Allerdings kann es für den ein oder anderen Webmaster sinnvoll sein, zu wissen, wann und wie häufig ein bestimmter Bot auf eine Seite zugegriffen hat oder welchen Anteil der Bot-Traffic am gesamten Datenverkehr einer Website ausmacht.

Bild oben: © Vladislav Kochelaevs – Fotolia.com

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One Comment

Katharina von Bloggen für schlaue Frauen

Ich glaube ich möchte das gar nicht wissen … 😉 Aber danke für den Hinweis, viele werden die Einstellmöglichkeit sicher nutzen.

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