Angst vor Social Media Marketing (SMM)?

Unbekanntes Terrain zu betreten erfordert immer etwas Mut, v.a. in der neuen offenen Kommunikationswelt der “Social Media“. Aber auch hier heißt es,  wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Auch wenn Unternehmen neue Möglichkeiten von Social Media Marketing erkennen, zögern viele und fürchten sich vor den Konsequenzen. Doch was sind eigentlich die Gründe der Angst vor Social Media?

Zum Einen ist es die Angst davor, die Kontrolle aus der Hand zu geben und die Furcht vor negativem Feedback. Ob mit oder ohne Teilnahme in sozialen Netzwerken wird über das Unternehmen gesprochen, ob positiv oder negativ. Hier verpassen viele Firmen die Chance, auf negative Kritik sofort zu reagieren, an Diskussionen teilzunehmen und die Probleme gleich zu lösen. Man kann Social Media also als einen neuen Kommunikationskanal betrachten, in dem der Kunde und die Kommunikation mit ihm im Vordergrund steht. Ein weiteres Problem für Firmen ist, dass sie nicht verstehen, wie Social Media funktioniert, wie man sie optimal umsetzt und davon profitieren kann. Aus diesem Grund ist eine Beratung durch einen Profi, wie beispielsweise eine Agentur, durchaus zu empfehlen.  Des Weiteren besteht die Angst, dass Mitarbeiter nur noch auf Facebook oder Twitter unterwegs sind. Allerdings sollte die Situation positiv genutzt werden, indem Mitarbeiter in die Social Media-Aktivitäten integriert werden, um so auf unterschiedlichste Äußerungen von außen schnellstmöglich reagieren zu können. Zudem kann dies den Aufbau des Netzwerkes, der Firmenbekanntheit oder aber auch des Images fördern – wenn man es richtig anstellt. Die Kosten sind ein weiterer Angstfaktor. Die meisten denken, dass Social Media kostspielig ist. Im Vergleich zu den Kosten für Werbung in den klassischen Medien, sieht die Wahrheit jedoch etwas anders aus.

13 Tipps für den erfolgreichen Einstieg in das Social Media Marketing:

– Lassen Sie sich Zeit. Das Web 2.0 kann man als Neueinsteiger nicht in kürzester Zeit überblicken – wenn Sie diese Zeit nicht haben, lassen Sie sich von Profis beraten. Ohne Strategie und klar definierte Ziele laufen Sie ins Schwarze.

– Analysieren Sie, wo und wie Sie Ihre Zielgruppen am besten erreichen. Die Kanäle und die Informationen sind entscheidend – in welchen Foren und Portalen ist Ihre Zielgruppe aktiv und was zieht Ihre Aufmerksamkeit an? Auch das Analysieren sozialer Netzwerke kann Ihnen helfen, den Standpunkt der Konsumenten besser einzuschätzen und so das aktuelle Image Ihrer Marke zu erkennen. Dabei sind Multiplikatoren von besonderer Relevanz, also Personen, die in den sozialen Netzwerken viel Einfluss haben.

– Erstellen Sie ein Unternehmensprofil und erweitern Sie Ihr Netzwerk. Durch die Verlinkungen tauchen Sie immer mehr bei Suchmaschinen auf und sind präsenter. Aber vergessen Sie nicht: Ein Profil braucht Pflege, es ist Ihre Online-Visitenkarte.

– Werden Sie persönlich, aber nicht zu privat. Die Mischung macht‘s: Geben Sie Ihrem Unternehmen Gesichter, das erzeugt mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Achten Sie dennoch auf die, zwar lockere, aber eindeutige Business-Basis.

– Teilen Sie Ihr Wissen. Treten Sie als Experte auf und stellen Sie Ihr Fachwissen zur Verfügung. Auskunftsfreudigkeit, Vielfalt, Regelmäßigkeit – und die Leser erkennen Ihre Kompetenz. Stellen Sie Ihr Unternehmen jedoch nicht ständig in den Vordergrund.

– Vermeiden Sie Spamming. Es ist wichtig auch fremde Networker anzusprechen, allerdings nur wenn dies erwünscht ist. Spammer sind nicht gern gesehen und werden sofort ausgeschlossen. Dies spricht sich herum und wirkt sich negativ auf Ihr Image aus.

– Machen Sie Ihr Unternehmen greifbar. Verraten Sie ruhig auch mal Hintergrundinformationen von Ihrem Unternehmen. So illustrieren Sie Ihre Arbeitsweise, den Aufwand Ihrer Arbeit und sorgen für mehr Transparenz.

– Lassen Sie die Nutzer mitreden. Sie könnten von Ihren Ideen profitieren. Es sind wertvolle Feedbacks und Anregungen aus erster Hand. Diese können Ihnen helfen kreative Produktinnovationen zu finden. Für zufriedene und begeisterte Kunden ist ein konstanter Dialog sowie Partizipation unabdingbar.

– Weiterempfehlungen sind das A und O, die Mundpropaganda des Internets. Hierfür dürfen Ihre Postings nicht wie Werbung aussehen. Achten Sie auf Aktualität, Bedürfnisse und Interessen der Networker. So gewinnen Sie treue Leser und Neukunden – ein Dominoeffekt.

– Setzen Sie auf Suchmaschinenoptimierung. Denn Ihre Beiträge müssen auch gefunden werden. Durch SEO-Maßnahmen wie Backlinking und Keywordanalyse können Sie Ihr Ranking bei Suchmaschinen verbessern.

– Zuhören ist ein wichtiges Gebot, für alle Beteiligten des Social Media! Es ist von großer Bedeutung, dass Sie auf negatives Feedback rechtzeitig reagieren und mögliche Probleme aufdecken. Zeigen Sie, dass Ihnen jedes Feedback am Herzen liegt.

– Massenthemen – mit diesen sollten Sie sich besonders befassen. So können Sie Teil allgemeiner Diskussionen sein. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, worüber im Internet diskutiert wird. Die Themen in sozialen Netzwerken können oftmals als Zukunftsprognose dienen.

– Bei zu viel Offenheit kann es zu Fehlkommunikation führen. Versuchen Sie dies durch genaues Verfolgen der Einträge sowie durch Klarstellung vermeintlicher Gerüchte und falscher Informationen zu vermeiden. Achten Sie auch auf Marken- und Urheberrecht. Kontrollieren Sie Ihre Marke und geschützten Content.

Fazit: Wer seine Zielgruppen erreichen möchte, muss auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen seine Botschaften senden und am Gespräch teilnehmen. Multimediale Kommunikation wird immer wichtiger. Die Chance auf effektive Öffentlichkeitsarbeit sollte also nicht verstrichen werden. Unternehmen sollten sich ganz genau überlegen, v.a. ganz individuell für Ihr eigenes Unternehmen, welche Möglichkeiten für sie bestehen, von Social Media zu profitieren. Nicht alle Firmen müssen sich jetzt einen Twitter Account einrichten oder Fan auf Facebook werden, denn nicht für Jeden sind alle Aktivitäten gleichermaßen sinnvoll.

Im Allgemeinen gilt: wer die Angst vor Social Media loswerden möchte, sollte sich mit ihr auseinander setzen und nicht vor ihr fliehen.