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Google Webmaster Tools mausern sich zum SEO-Tool

Am vergangenen Montag hat Google in den Webmaster Tools eine deutliche und vor allem interessante Veränderung eingeführt. Im Dashboard unter „Ihre Website im Web“ im Unterpunkt „Suchanfragen“ wurde die Tabelle um einige zusätzliche Spalten erweitert. Will Google damit langsam aber sicher die herkömmlichen SEO-Tools ablösen?

Veränderungen der Suchanfragen und Platzierungen in den Google Webmaster Tools

Bereits seit einiger Zeit zeigt Google dort ja bereits die Suchbegriffe, für die die eigene Website als Suchergebnis angezeigt wurde. Allen gängigen Platzierungs-Abfrage-Tools überlegen ist hierbei die Angabe der unterschiedlichen Positionierungen und der dort jeweils erreichten Klickrate. Die Zeiten, in denen eine Website auf einem Platz für bestimmte Zeit festbetoniert war, sind ja schon länger vorbei und Google „probiert“ einfach sehr dynamisch, eine Website höher zu platzieren. Erreicht sie dort gute Klickraten und wenig Rückläufer zur Suchergebnisseite, ist davon auszugehen, dass das als positives Signal ins Ranking der Website einfließt.

Die neuen Spalten zeigen nun nicht mehr nur die Werte für einen bestimmten Zeitraum, sondern auch die Veränderungen der Impressionen, also des Suchvolumens zu jedem relevanten Keyword im Vergleich zu einem vorherigen Zeitraum an. Gleiches gilt für die Anzahl der Klicks auf die Eigene Seite, der Click-Through-Rate der einzelnen Keywords, sowie der durchschnittlichen Position bei den Suchergebnisseiten zu den jeweiligen Keywords.

Diese neue Funktion ist natürlich sehr praktisch und auch die Darstellung der Veränderungen wurde sehr ansprechend gestaltet: Eine grüne Darstellung der Zahl, welche eine positive Veränderung anzeigt, kombiniert mit einem Pfeil nach Oben lässt sehr schnell erkennen wo es aufwärts ging. Ein Abwärtstrend wird entsprechend in rot und mit einem Pfeil nach Unten gekennzeichnet. Gibt es bei einem Keyword keine Veränderung, so wird dies glücklicherweise auch nicht in als 0,0 in Grau dargestellt, sondern entfällt schlichtweg. Dadurch wirkt die Tabelle nicht überladen und die Veränderungen fallen besonders gut auf.

Auf welche Zeiträume sich die Veränderungen beziehen ist derzeit noch nicht klar, da sich Google bisher noch nicht dazu geäußert hat. Vermutlich wird als „jetzt“ der in den Google Webmaster Tools wählbare Zeitraum genommen und als „vorher“ der Zeitraum gleicher Länge, der unmittelbar vor dem gewählten Zeitraum war. Genauere Informationen darüber wird Google aber vielleicht in den nächsten Tagen liefern, wenn sie sich von offizieller Seite dazu äußern.

Der Nutzen der zusätzlichen Informationen
Der Vergleich der unterschiedlichen Zahlen über Suchvolumen und Klickraten wird dadurch auf jeden Fall erleichtert und Veränderungen, die das Suchvolumen betreffen, fallen sehr schnell auf.

Sprichwörtliches Gold wert ist dabei die Möglichkeit, mit Hilfe der Filterfunktion für Suchbegriffe (oder den optionalen Export der Daten und anschließende Auswertung in Excel) erstmals mit wirklich einfachen Mitteln die Veränderung der eigenen Brand-Nachfrage zu überwachen. Da man davon ausgehen kann, dass jedes Unternehmen für seinen Namen auf den vordersten Plätzen erscheint, spiegelt die Zahl der Impressionen für diese Begriffe also mehr oder weniger direkt die Nachfrage wider. Verändert sich diese über Marketing- und PR-Aktivitäten, ändert sich also auch die Zahl der Impressionen. Diese Relation ist nichts weltbewegend Neues – im SEM wird diese Tatsache schon lange genutzt, um beispielsweise auch eine gewisse Beziehung zwischen TV-Spots oder Print-Anzeigen und der Brand-Nachfrage herzustellen. Erstmals ist es nun aber möglich, das auch ohne das Schalten von AdWords-Anzeigen zu machen.

Komplett ersetzen können die Google Webmaster Tools natürlich die ganzen SEO-Spezial-Tools noch lange nicht. Speziell für Privatleute und kleine Firmen, die auf teure SEO-Tools verzichten, sind die Google Webmaster Tools aber wieder einmal wesentlich interessanter geworden.

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