Junk Mail

Mit der Bezeichnung Junk Mail (dt. Abfall) sind unerwünschte Massen-E-Mails oder Nachrichten gemeint, die einem Nutzer ohne seine Zustimmung zugesandt werden. Synonym wird auch der Begriff Spam oder Spam-Mail verwendet. Den Vorgang des Versendens bezeichnet man gemeinhin als Spamming. Oft enthält eine Junk Mail werbende Inhalte und wird – mittels eines sogenannten Spamming-Programms – an eine breite Masse von Empfängern versendet. Besonders bekannt sind Werbe-Mails für Mittel aus dem medizinischen Bereich wie z.B. Viagra.

In vielen Fällen beinhalten Junk Mails zusätzlich Spyware (dt. Spionagesoftware), die den Computer eines Empfängers nach sensiblen Daten ausspionieren soll.

Unterscheidungsarten einer Junk Mail

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen den Unsolicited Bulk E-Mails (kurz UBE; dt. unverlangte Massen-E-Mails) und den Unsolicited Commercial E-Mails (kurz UCE; dt. unverlangte kommerzielle E-Mails). Im Rahmen der kommerziellen Junk Mails ist das Versenden sogenannter Phishing Mails weit verbreitet. Diese tarnen sich beispielsweise als seriöse Kreditinstitute und sollen einen Empfänger dazu bringen, sensible Daten wie Passwörter oder Bankverbindungen preiszugeben.

Verursachung wirtschaftlicher Schäden von Junk Mails

Jede Junk Mail beinhaltet ein gewisses Datenvolumen und muss vom Empfänger gelöscht werden. Mittlerweile bestehen 70 bis 90 Prozent aller E-Mails aus diesen Junk Mails. Das Aufkommen einer derart großen Datenmenge erfordert Bearbeitungszeit und verursacht damit verbundene Kosten. In der Regel sind diese auf kostenpflichtige Schutzprogramme – sogenannte Spamfilter – und die Bearbeitung von Junk Mails zurückzuführen, die den Empfänger ungeachtet dessen erreichen. Spamming richtet damit weltweit jährlich einen enormen wirtschaftlichen Schaden an. Allein in Deutschland beträgt dieser Schaden jährlich mehrere Milliarden Euro.

Spamming in der Suchmaschinenoptimierung

Spamming-Verfahren werden im Bereich der Suchmaschinenoptimierung außerdem dazu angewandt, das Ranking einer Website zu verbessern. Es handelt sich dabei um das sogenannte Suchmaschinen-Spamming. Eine eigene oder fremde Internetseite wird mit bestimmten Keywords versehen und derart optimiert, dass sie in den Suchergebnissen auf die oberen Plätze gelangt. Das Suchmaschinen-Spamming verstößt gegen die Richtlinien der Suchmaschinenanbieter. Websites, die dieses betreiben, werden durch Rankingeinbußen für wichtige Keywords bestraft oder sie werden schlimmstenfalls dauerhaft aus dem Index der Suchmaschinen gelöscht, sobald diese davon Kenntnis erlangen.

abgelegt unter: