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Clickbaiting

Ausgehend von der deutschen Übersetzung dieses ursprünglich englischsprachigen zusammengesetzten Begriffs könnte durchaus auch von einem “Klickköder” gesprochen werden. Durch eine extreme, überraschende oder übertreibende Darstellung eines Sachverhaltes in einer Schlagzeile werden die Leserinnen und Leser dazu gebracht, den Artikel in einem ersten Schritt anzuklicken, um die Besucheranzahl nachhaltig zu steigern.

Am Besten ist es, wenn der Besucher den Inhalt, die Information oder die Werbebotschaft nicht nur selbst aufnimmt und verinnerlicht, sondern über soziale Netzwerke oder auch per E-Mail teilt. Als bewährte sprachliche Mittel beim Clickbaiting bzw. der Gestaltung von Artikeln gelten:

– Sprachliche Überhöhung: Diese steigert den Aufmerksamkeitswert einer Nachricht oder einer Botschaft enorm. Da wird ein neues Produkt beispielsweise nicht einfach nur entworfen, sondern es wird erschaffen
– Das Spiel mit Gegensätzen oder Unerwartetem: Dabei entstehen Schlagzeilen oder Textzeilen im Google AdWords-Format, die der Nutzer einfach nicht übersehen kann
– Ansprechen von Grundbedürfnissen und Emotionen: Schockierende, bewegende oder rührende Inhalte laden zum Klicken ein
– Vergleiche mit der Pflanzen- und Tierwelt, wobei hier aufgrund kultureller Unterschiede eine hohe Sensibilität bei der Erstellung der Inhalte erforderlich ist

Clickbaiting nutzt also Sprache, Bilder und beim Nutzer entstehende Zusammenhänge und Korrelationen, um eine intensive Bindung zwischen Inhalt und Leser herzustellen – und damit das Anklicken herauszufordern.

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