Erweiterte Kampagnen für Search und Display – Einfachere Gebotssteuerung in der Multichannel-Welt

Im Februar hat Google die Einführung der erweiterten Kampagnen (enhanced campaigns) bekannt gegeben. Bis Juni diesen Jahres sollen alle Kampagnen umgestellt werden.

Hintergrund dafür ist die multimediale Welt in der die User immer online sind und auf verschiedenen Geräten im Internet surfen, sich informieren und im Web suchen. Die erweiterten Kampagnen sollen es Werbetreibenden erleichtern Ihre Kampagnen auf verschiedene Geräte auszuliefern, um so den Kunden bessere und relevantere Anzeigen zu liefern.

Die erweiterten Kampagnen bringen einige wichtige Änderungen mit sich:

Spezifische Gebote für Mobiltelefone: Wenn man bisher die Steuerung der Gebote für verschiedene Geräte über einzelne Kampagnen abdecken musste, ist es nun möglich aus einer einzigen Kampagne die Gebotsanpassungen für Mobiltelefone vorzunehmen. Dies ermöglicht eine bessere Kontrolle über Klicks und Kosten der mobilen Anzeigen. Je nach Performance können mit den erweiterten Kampagnen die Gebote für Mobiltelefone reduziert, beibehalten oder erhöht werden.

Einziger Nachteil, Tablet und Desktop werden nun als gleich bewertet, so dass Gebotsanpassungen nach oben oder nach unten nur für Mobiltelefone möglich sind. Auch die Ausrichtung auf bestimmte Mobilfunkanbieter wird bei den erweiterten Kampagnen mit Suchanzeigen nicht mehr unterstützt.

Anruferweiterungen: Eine weitere Neuerung ist auch, dass die erweiterten Kampagnen es ermöglichen die Telefonnummer eines Unternehmens in Anzeigen für Computer und Tablets hinzuzufügen ohne zusätzliche Kosten pro Anruf zu generieren bei manuell gewählten Telefonnummern von diesen Geräten.

Sitelinks: Auch bei den Sitelinks hat sich einiges geändert. Zum einen können auch diese auf die erweitere Funktion umgestellt werden, so dass zukünftig für jeden einzelnen Link die Statistiken zu sehen sein wird. Somit kann die Performance jedes einzelnen Seitelinks bewertet werden. Außerdem gibt es nun die Möglichkeit Sitelinks auf Anzeigengruppen-Ebene zu definieren, so dass diese spezifischer und genauer auf die jeweiligen Angebote eines Unternehmens angepasst werden können. Auch die Möglichkeiten Sitelinks für bestimmte Zeiträume zu programmieren dürfte für viele Werbetreibenden spannend sein.

Bleibt nur noch die Frage offen, was sich für die Display-Kampagnen im Google Netzwerk geändert hat und warum sich auch hier die erweiterten Kampagnen eignen?

Immer wieder versuchen wir als Agentur die Kunden über die Wichtigkeit und die Bedeutung der Display-Werbung zu sensibilisieren. Es ist nichts Neues, dass die User heutzutage fast immer online sind und sich vor einem Kauf ausreichend informieren, sei es über Foren, Erfahrungsberichte, Preisvergleichsseiten, Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel oder über Empfehlungen von Freunden. Somit wird die richtige Aussteuerung von Display-Kampagnen zu einer Herausforderung für Werbetreibende. Die erweiterten Display-Kampagnen ermöglichen es Werbetreibenden die potenziellen Kunden auf allen Geräten und kontextbasiert, anhand vom Standort, der Tageszeit oder vom Gerätetyp, innerhalb einer einzelnen Kampagne mit den richtigen Anzeigen zu erreichen. Während im Such-Netzwerk die User meist eine klare Kaufabsicht haben, müssen Werbetreibende im Display-Netzwerk auf andere Kriterien zurückgreifen, um die Zielgruppe mit den richtigen Anzeigen anzusprechen. Dafür sollten die Kriterien, die auf einen User zutreffen sollen, miteinander kombiniert werden: Interessenkategorien, demografischen Merkmalen, Themenrelevanz oder User, die bereits auf der Website waren oder in der Vergangenheit gekauft haben (Remarketing). Da die User heutzutage immer online sind, können deren Absichten je nach Tageszeit, Standort und dem verwendeten Gerät variieren. Erweiterte Kampagnen ermöglichen es Werbetreibenden Anzeigen zu schalten und alle Kriterien innerhalb einer Kampagne zu steuern ohne mehrere Kampagnen einrichten zu müssen. Das heißt, es reicht eine Kampagne zu erstellen, um die Zielgruppe mit den richtigen Anzeigen abzuholen.