Google personalisiert seine Suchanfrage


Y
our photos, your friends, your stuff… –  mit diesem Slogan wirbt der Suchmaschinengigant für sein neues Feature, das organische Suchergebnisse mit Social Media Inhalten verknüpft. „Search Plus Your World“ lautet die komplett überarbeitete Version der Google-Suche, die künftig für alle registrierten Nutzer zum Standard werden soll. Die Funktion soll bereits in den nächsten Tagen eingeführt werden, zunächst aber nur englischsprachigen Nutzern zur Verfügung stehen.

Wie funktioniert die personalisierte Suche?

Auf Suchanfragen spuckt Google dem Nutzer Informationen und Beiträge aus dem Google+ Netzwerk aus – vorausgesetzt dieser hat einen persönlichen Google Account (z.B. GoogleMail). Die standardisierte Suche ist nur noch über einen Button am rechten Rand abrufbar.

Drei neue Funktionen sollen dem registrierten Nutzer zur Verfügung stehen:

  • personalisierte Suchergebnisse – Fotos, Kommentare, Posts zu einem bestimmten Thema von Freunden und Bekannten aus dem sozialen Netzwerk
  • personalisierte Suche nach Personen – Google schlägt Personen aus Google+ vor und richtet sich nach früheren Suchanfragen
  • bei allgemeinen Suchbegriffen verweist Google auf Personen im Netzwerk, die das Thema häufig diskutieren oder prominente Vertreter

Google stärkt mit der Personalisierung der Suchergebnisse sein soziales Netzwerk Google+ und bietet damit Facebook klar die Stirn. Auch Twitter ist über die neue Funktion in Google nicht gerade erfreut, da die Twitter-Meldungen bei der persönlichen Suche durch Bilder und Kommentare weiter nach unten rutschen.

Kritiker werfen Google vor, die Suchergebnisse mit der neuen Version zu sehr einzuschränken. Es bestehe die Gefahr, dass der Nutzer nur noch das sehe, was ihm gefällt. Google selbst nimmt die Kritik gelassen und betont den Nutzen für die User: „Wir verwandeln Google in eine Suchmaschine, die nicht nur Inhalte versteht, sondern auch Menschen und Beziehungen“, so Amit Singhal von Google.

Abzuwarten bleibt auch, ob Google mit dem Vermarkten seines eigenen sozialen Netzwerks über die Suchmaschine an den kritischen Augen des Kartellamts vorbeikommt.