Google erweitert die Instant Search um die Preview-Funktion

Seit Anfang November ist die Google Site Preview verfügbar. Musste man diese Funktion noch anfangs auf der Instant Preview“ – Seite freischalten, ist dies seit ca. einer Woche nicht mehr nötig und für alle Google-Suchenden in Deutschland zugänglich. In diesem Vorschaufenster zeigt Google einen Screenshot der jeweiligen URL an, Google nennt dies die Instant Preview und ermöglicht so den grafischen Direktvergleich in der Ergebnisliste der Google-Websuche bzw. Organic Search.

Ein Blaues Lupen-Symbol neben dem Titel jedes Suchtreffers weist auf die Vorschauoption für die jeweilige Website hin: so kann man ohne Klick sich bereits eine Vorschau der Website anzeigen lassen.
Das kleine etwas unscheinbare Symbol über welches die Instant Preview aktiviert werden kann befindet sich rechts neben der Titelzeile im organischen Bereich der Ergebnisliste. Nach Aktivierung wird für jeden einzelnen Suchtreffer per mouseover automatisch eine (nicht skalierbare, also statische) Site Preview als Screenshot angezeigt. Die Instant Preview bzw. Site Preview wird solange angezeigt bis durch erneutes Klicken auf dasselbe Symbol diese Funktion deaktiviert wird.

Die aktivierte Site Preview kann die Spalte der Google Adwords Werbeflächen um bis zu 100% überlagern, dann liegen die Adwords Anzeigen komplett im Hintergrund und sind nicht mehr sichtbar!

Die Überlagerung der Adwords Werbespalte durch die Google Instant Site Preview ist für Adwords Kunden deshalb mangelhaft. Mit aktivierter Site Preview sind dann nur noch die ersten 3 Anzeigen oberhalb der organischen Suche sichtbar.

War bisher der Title und die Description (also reine Textkriterien) im Ergebnisfeld des Eintrags noch allein ausschlaggebend so kommt durch die Site Preview ein weiteres wichtiges Kriterium hinzu: das optische Erscheinungsbild!

Um Besucher auf die eigenen Seite zu locken muss folglich die Landingpage so optimiert werden, dass diese sich im direkten Vergleich zu den anderen Suchtreffern behaupten kann. Das heißt, dass nun auch einzelne Detailseiten des Internetauftritts visuell gut strukturiert sein müssen, jede Unterseite im Index wird nun direkt mit anderen verglichen und muss nun auch im Design überzeugen.

Das Tool basiert auf AJAX, daher habe ich diese Funktion in verschiedenen Browsern getestet.

Auf folgenden Browsern funktioniert die Site Preview:

  • Firefox 3.6.12
  • Internetexplorer 8
  • Safari (aktuelle Version)
  • Chrome

In diesen Browsern funktioniert derzeit (Stand: 19.11.) die Site Preview nicht:

  • Internetexplorer 7 und älter
  • Opera (aktuelle Version!)

Fazit:

Flash wird in der Preview oft nicht angezeigt und im kleinen Vorschaufenster sind die Websites schlecht lesbar. Google Adwords Anzeigen verschwinden im Hintergrund. Diese Punkte lassen die Instant Preview noch sehr unausgereift erscheinen, allerdings ist der grafische Direktvergleich so interessant, dass es für den Suchenden durchaus eine sinnvolle, nützliche Bereicherung ist. Nicht umsonst gibt es bereits zahlreiche Plugins z.B. für Firefox, die ähnliche Funktionalitäten in den Browser für die Googlesuche integrieren (Thumbnail-Vorschau etc.). Google hat diesen Trend erkannt und kommt mit Google Instant dem Bedürfnis entgegen, auch einen visuellen Vorabeindruck zu liefern und nicht nur eine textliche Beschreibung. So haben auch Websites eine Chance die Suchenenden zu erreichen, die in der beschränkten Textmenge des Description nicht ihr ganzes Portfolio in die Suchergebnisliste transportieren können. Schließlich gilt: ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Aus SEO Sicht wird man also mittelfristig nicht daran vorbeikommen sein Website-Design so zu optimieren, dass man in dieser Preview möglichst attraktiv und verständlich rüberkommt. Klar verständliches, übersichtliches und attraktives Webdesign nicht nur für die Homepage sondern von jede einzelne Seite die bei Google gut ranken soll ist nicht mehr die „Kür“, sondern wird zunehmend auch aus SEO-Sicht zur Pflicht. Wohl dem Websitebtreiber, der in kluger Voraussicht seine Seiten nicht mit Inhalten, zu kleinen Schriften, unleserlichen Grafiken etc. überladen hat und auf Usability und Skalierungskriterien (Barrierefreiheit) geachtet hat. Bleibt abzuwarten, dass Google auch diese „Visuability“ als Variable in seinen PageRank-Algorithmus integrieren wird.