Der E-Commerce-Bereich macht derzeit über 60 Prozent des gesamten Versandhandels aus und laut Branchenverband bvh soll der Onlinehandel im Jahr 2011 nochmals um 15 Prozent zulegen. Diese rasante Entwicklung treibt derzeit auch die letzten Offline-Händler ins Netz. Viele dieser Unternehmen verlassen dabei die gewohnten Abläufe und Gesetze des stationären Handels und gehen in die Online-Offensive. Doch das ist schwieriger, als es zunächst scheint.
Die Herstellerversender, die online sind, konnten im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent an Umsatz zulegen. Dabei ist der größte Umsatzbringer der Modebereich. Vor allen in dieser Branche ist derzeit ein regelrechter „Run“ auf die Eröffnung von Onlineläden ausgebrochen.
Die Vorbereitungen der traditionellen Herstellerunternehmen auf das Onlinegeschäft sind in der Regel umfangreich und professionell. Es werden Konzepte über Zielgruppen erstellt, Konkurrenten analysiert, Gespräche mit Partnern geführt und verschiedene Angebote von Dienstleistern eingeholt. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass das Online-Business anders funktioniert als im stationären Handel und grundlegende Themen werden vernachlässigt oder einfach nicht verstanden.
Im E-Commerce geht es ums Verkaufen. Der Händler möchte Ware verkaufen, Umsätze einnehmen und Gewinne erhöhen. Die Vermarktung eines Online-Shops ist also erfolgsentscheidend, der reine Online-Shop wiederum nur Mittel zum Zweck. Und das ist der größte Fallstrick, über den Hersteller und Händler, die online an den Start gehen, immer wieder stolpern: Viele fangen mit der Entwicklung des Online-Shops an, ohne sich über die Vermarktung Gedanken zu machen. weiterlesen »