Google hat uns vor kurzem mit einer relativ drastischen Neuerung seiner Suche überrascht: ab dem 8. September schaltete der Suchriese sukzessive weltweit die „Google Instant“ getaufte neue Technologie frei. Für Suchende in Deutschland und Nicht-USA-Ländern allerdings vorerst nur, wenn sie in ihr Google-Konto eingeloggt sind (falls sie eines haben). Betroffen von der Umstellung ist der gesamte Suchprozess: angefangen von der Einstiegsseite z.B. bei www.google.de bis zu den Ergebnisseiten der allgemeinen Websuche. Die Spezialsuchen für News, Maps, Videos, mobile Suche etc. und die erweiterte Suche wurden bislang noch nicht umgestellt.
Oberstes Ziel von Google Instant ist laut Google die Vereinfachung und Beschleunigung des Suchvorgangs: der Suchende soll schneller und leichter zum Ergebnis kommen. Finden statt suchen lautet das Motto. Google verweist dabei auf hausinterne Studien zum Suchverhalten und der Aufenthaltsdauer der Nutzer in Googles Standard-Suchmaske: demnach haben die meisten User bisher mehr Zeit für die Sucheingabe gebraucht, als für das Lesen der Trefferlisten. Mithilfe der Google Instant-Technologie soll dieses Verhältnis umgekehrt werden. Laut Google soll man durchschnittlich bis zu 5 Sekunden pro Suche sparen können. Da dies eine wesentlich höhere Performance der Such-Engine Googles erfordert, war ein nicht unerheblicher Umbau der gigantischen Webdatenbank, Indizier- und Abfragelogik nötig. Schon vor Wochen hat Google deshalb auf die neue „Caffeine“ genannte Datenbank- und Indizierungstechnologie migriert. Die schrittweise Einführung von Google Instant ist deshalb sicher auch eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Zunahme der Last auf den eigenen Servern nicht unkontrollierbar wird.
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